ETWASHAUSEN

Gärtner präsentieren Themen aus der Schatzkiste

Fast wichtiger als Feiertage sind für viele Etwashäuser ihre Kirchweihtage ab dem 12. Oktober. Dann werden in der Großen Gärtnervorstadt Tradition und Brauchtum hochgehalten mit dem Höhepunkt des Kirchweihumzugs am 14. Oktober, den Jahr für Jahr mehrere Tausend Schaulustige verfolgen.
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Die Etwashäuser Gärtnerkönigin Clara Kreßmann dankt ab. Foto: Foto: Archiv Kreßmann

Fast wichtiger als Feiertage sind für viele Etwashäuser ihre Kirchweihtage ab dem 12. Oktober. Dann werden in der Großen Gärtnervorstadt Tradition und Brauchtum hochgehalten mit dem Höhepunkt des Kirchweihumzugs am 14. Oktober, den Jahr für Jahr mehrere Tausend Schaulustige verfolgen.

Die Kerm startet am Freitag, 12. Oktober, um 17 Uhr mir dem Aufstellen des Kirchweihbaums vor der Kreuzkapelle. Dazu spielen die Großlangheimer Musikanten auf und die Etwashäuser servieren Bremser und deftige Speisen. Am Samstag schmücken die Burschenschaft und die Mitglieder der Etwashäuser Männerfront die Umzugswagen und abends um 17.30 Uhr sorgt der evangelische Pfarrer Uwe Bernd Ahrens für einen zusätzlichen Kirchweih-Programmpunkt. Denn die Kirchweih 2018 wird für den Geistlichen die letzte als für Etwashausen zuständiger Pfarrer sein. Er geht im kommenden Jahr in den Ruhestand. Deswegen hat Uwe Bernd Ahrend die Band Jericho zu einem Konzert am Samstag um 17.30 Uhr in der Stadtkirche engagiert. Der Eintritt ist frei; es wird um Spenden gebeten.

Seit Wochen werkelte der harte Kern der Burschenschaft und Helfer an die Kirchweihwagen. Die Motivwagen des Umzugs will die Burschenschaft unter der Überschrift Schatzkiste präsentieren. Seit Wochen ist der harte Kern damit beschäftigt, attraktive Motivwagen aus vergangenen Jahren neu zu interpretieren. „Teilweise sind unsere Themen für die Wagen schon recht lang her, aber immer noch interessant“, wie Kirchweihpräsident und Burschenschafts-Vorsitzender Markus Volbers findet. Vor dem Umzug machen sich die Etwashäuser um 12.30 Uhr über die Alte Mainbrücke auf, um mit den Kolping-Musikern Oberbürgermeister Siegfried Müller und den Kitzinger Hofstaat abzuholen.

Der Festzug setzt sich am Sonntag um 13.30 Uhr am Barthelsturm in Bewegung, schlängelt sich von der Flugplatzstraße in die Mainbernheimerstraße und die Schwarzacherstraße und auf dem Areal der ehemaligen Aral-Tankstelle macht der Umzug Halt. Dort schreiten die Ausgräber mit ihrem Anführer Stefan Neubert zur Tat, um die Kirchweihfässer auszugraben und in die Höhe zu recken. Erst dann gibt es als Belohnung Maßkrüge voller Bremser und Bier für die Ausgräber. Vorreiter Thomas Günther gibt hoch zu Ross den Prolog zum Besten und wird beim Walfisch-Wirt Uwe Semmler ein Ständerle darbieten.

Der Umzug zieht dann in die Richthofenstraße weiter und wendet an der Farbmühle. Von dort ziehen die Fußgruppen, Motivwagen und Musikkapellen wie der Kolping-Musikkorps zurück zur Kronenkreuzung, wo die Amtszeit der Gärtnerkönigin Clara Kreßmann zu Ende geht. Sie bedankt sich beim Kirchweih-Komitee und gibt die Krone an die noch geheim gehaltene Nachfolgerin weiter. Kitzingens Hofrat Walter Vierrether darf nicht fehlen, wenn um die Krönungszeremonie herum Sprüche geklopft werden. Im Umzug wird erstmals seit mehreren Jahren nicht mehr Nils Volbers als Gansträger zu sehen sein, er wechselt heuer zu den Fahrern der Gemüseschubkarren. Als sein Nachfolger wird Niklas Conrad seine Gansträger-Premiere an der Zugspitze erleben.

Nach dem Umzug laden die Gärtner die Prominenz wie Oberbürgermeister Siegfried Müller zum Kirchweihtanz vor der Kreuzkapelle, während die jungen Burschen knackig frisches Gemüse und Salate direkt von den Kirchweihwagen herunter verkaufen.

Am Montag um 18 Uhr treffen sich die Gärtner in der Kreuzkapelle zum Kirchweihgottesdienst und anschließend zum Dämmerschoppen im Körbla, wozu die Burschenschaft einen Bus-Shuttle anbietet. Während der zehn Tage dauernden Kirchweih läuft der Rummelplatzbetrieb am Bleichwasen. Den Schlusspunkt der Kirchweih markiert der Burschenball am Montag, 21. Oktober, um 19 Uhr im Bayernheim.

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