Kaltensondheim

Gabriele Brejschka will in Biebelried einiges bewegen

Drei Kandidaten bewerben sich in Biebelried ums Bürgermeisteramt: Gabriele Brejschka komplettiert das Trio. Sie hat Erfahrung als Gemeinderätin – an ihrem früheren Wohnort.
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Gabriele Brejschka wurde von der Allgemeinen Bürgerliste als Bürgermeisterkandidatin nominiert. Foto: Gerhard Krämer
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In der Gemeinde Biebelried gibt es nun offiziell drei, die sich um das Bürgermeisteramt bewerben. Nach Manfred Kleinschrodt (CSU/Freie Bürger) und den amtierenden Bürgermeister Roland Hoh (Freie Wähler Biebelried-Kaltensondheim-Westheim) nominierte die Allgemeine Bürgerliste (ABL) Gabriele Brejschka einstimmig. 17 Kandidaten stehen auf der Liste.

2006 hatte sich eine Handvoll politisch interessierter Kaltensondheimer auf den Weg gemacht, eine Gruppierung ins Leben zu rufen, auf der jeder unabhängig von Parteinähe oder -zugehörigkeit für die Gemeinderatswahl 2008 kandidieren könne, erläuterte Gemeinderätin Renate Zirndt, die nicht mehr kandidiert, die Geschichte der Liste. 2008 war die ABL mit sechs Gemeinderäten aus drei Ortsteilen und einer Bürgermeisterin ins Rathaus gezogen.

2014 dann hatte sich Roland Hoh mit 27 Stimmen Vorsprung durchgesetzt und die ABL hatte zudem einen Sitz weniger im Gremium. Jetzt tritt die ABL, die sich nie um die Frauenquote hat Sorgen machen müssen, wieder mit einer Kandidatin an – und die 23 wahlberechtigten Anwesenden und die Kandidaten blicken zuversichtlich dem 15. März 2020 entgegen.

Gabriele Brejschka, von Beruf Rechtsanwaltsfachangestellte, wohnt seit November 2015 im sogenannten Keppner-Haus in Kaltensondheim. "Es ist ein Glücksfall, dass ich in dieser schönen Gegend meinen Jugendtraum erfüllen konnte", freut sich die 58-Jährige, denn in dem kleinen Hof hat sie Platz für ihre vier Pferde.

Elf Jahre im Gemeinderat

Unerfahren in der Kommunalpolitik ist sie nicht. In ihrem früheren Wohnort Waldbüttelbrunn saß sie elf Jahre für die Freien Wähler im Gemeinderat, war sogar Fraktionsvorsitzende und Vorsitzende des Ortsverbands. Auch kennt sie daher die Verhältnisse zwischen Hauptort und Ortsteilen, denn Waldbüttelbrunn besteht auch aus derer drei.

Alles zu den Kommunalwahlen lesen Sie hier.

Gabriele Brejschka war in Waldbüttelbrunn in der Feuerwehr aktiv und ist es in Kaltensondheim. In Waldbüttelbrunn zählten Autobahneinsätze zu ihren Aufgaben, weswegen sie sich entschloss, eine Ausbildung in der Psychosozialen Notfallversorgung zu absolvieren, um Einsatzkräften bei der Stressbewältigung helfen zu können. Auch beim Kriseninterventionsteam der Malteser war sie dabei. Über zehn Jahre war sie als Kreisbrandmeisterin zuständig für Ersthelfer (First Responder).

Jugendleiterin beim Basketball

Beim Sportverein TSG Waldbüttelbrunn war sie Übungsleiter. Ebenso Gründungsmitglied der Basketballabteilung, wo sie Jugendleiterin war.

"Es ist mit wichtig, hier etwas zu bewegen", sagte Gabriele Brejschka und hat sich kurz- und langfristige Ziele gesetzt. Ein regelmäßiger Bürgerdialog ist ihr wichtig. Da nennt sie einen Senioren- und Jugendrat, eine jährliche Vereinsvorständekonferenz oder eine Bürgerbefragung zu Großprojekten.

Bezahlbares Bauland schaffen

Sie möchte eine Gewerbeansiedlung attraktiv machen, bezahlbares Bauland für junge Familien schaffen und Fahrradwege schaffen. Sie möchte mit Leuten durch den Ort gehen, die schon ewig hier wohnen, um zu erfahren, wo es bei der Infrastruktur hakt und eine Prioritätenliste erstellen. Im Bereich Soziales denkt sie an einen Bürgerbus, überdachte Mitfahrbänke oder an eine Nachbarschaftshilfe.

23 von den 38 Anwesenden waren stimmberechtigt. 23 Stimmen entfielen auf Gabriele Brejschka als Kandidatin für das Bürgermeisteramt. 22 Wahlberechtigte stimmten für die Liste mit Kandidaten aus Kaltensondheim und Westheim, eine Stimme war ungültig. Die Bewerber auf den ersten sieben Plätzen werden doppelt aufgeführt.

Die Kandidatinnen und Kandidaten der Allgemeinen Bürgerliste (ABL): Gabriele Brejschka (58 Jahre), Christine Wolf (53), Udo Hager (58), Andrea Czech (52), Liane Kuhstrebe (43), Michael Meyer (54), Julia Sacher (33), Sonja Kuhstrebe (48), Martin Wagner (33), Monika Schuster (57), Robert Behrendt (48), Gabriele Göb (61), Robert Haaß (63), Ulrike von Thenen (57), Jochen Köhl (50), Klaus Czech (50), Tanja Geiling (42). Ersatzkandidaten sind: Manuela Schömig und Gerd Kuhstrebe.

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