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GOK-Jubiläum: 50 Jahre steuern, regeln und helfen

Die Produkte des Marktbreiter Unternehmen sorgen dafür, dass jedermann sicher mit Öl und Gas umgehen kann. Aber GOK kümmert sich auch auf andere Weise um die Mitmenschen.
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GOK-Jubiläum: 50 Jahre steuern, regeln und helfen
Es gibt Unternehmen, die kaum jemand kennt, obwohl man mit ihren Produkten fast täglich zu tun hat. So ein Fall ist die Marktbreiter GOK GmbH und Co. KG. Ihre Erzeugnisse sorgen dafür, dass Benutzer von Öl- und Gasanlagen gefahrlos die brennbaren Stoffe nutzen können – ob zu Hause im Tank und im Brenner, ob in der Freizeit am Gasgrill oder im Urlaub im Wohnmobil. GOK stellt Regler und Armaturen her, die die entsprechenden Anlagen steuern, überwachen und vor allem sichern. Stolz ist man bei GOK darauf, in den vergleichsweise kleinen Produkten technisch aufwändige Komponenten zu verbauen – im eigenen Haus entwickelt, teilweise in der eigenen Gießerei produziert und im Marktbreiter Werk montiert. Das Ziel: höchstmögliche Sicherheit für den Anwender. Vor 50 Jahren haben zwei Unternehmer den Betrieb in Nordrhein-Westfalen gegründet, siedelten sich ein Jahr später in Ochsenfurt an und wechselten acht Jahre darauf auf ein freies Gewerbe-Grundstück in Marktbreit. Heute beschäftigt das Unternehmen der Familie Kleine 332 Mitarbeiter und schickt sich an, den Wechsel in die dritte Generation einzuleiten. Denn der Inhaber Dieter Kleine will die Firmenleitung in den kommenden Jahren an seine Tochter Evelyn übergeben. Familienunternehmen habe ihre eigene Geschichte. Und so ist auch die von GOK einmalig. Während Dieter Kleine noch darum kämpfen musste, den Betrieb nach dem Tod seines Vaters weiterführen zu dürfen, schlug Tochter Evelyn zunächst eine ganz andere Richtung ein: Sie studierte nach dem Abitur Kindheitspädagogik und arbeitet in Teilzeit in einem Hort in Nürnberg – noch. „Mein Vater hat mir nie den Druck gemacht, die Firma übernehmen zu müssen.“ Deshalb hat Evelyn Kleine erst andere berufliche Interessen verfolgt. Inzwischen reifte in ihr die Entscheidung, den Familienbetrieb nicht sich selbst zu überlassen. „Ich habe mich vollen Herzens und guten Gewissens für die Firma entschieden“, sagt sie. Zurzeit arbeitet sie sich, ebenfalls in Teilzeit, in die verschiedenen Abteilung des Unternehmens ein, um ab September ganz zu GOK zu wechseln. Ihr Ziel: Unternehmenschefin an der Spitze eines Führungsteams zu werden. Dieter Kleine wäre kein Vater, wäre er nicht froh und stolz darauf, dass sein einziges Kind in seine Fußstapfen treten will, auch wenn er das nach eigenen Worten nicht beeinflusst hat. Und mit ihm freut sich die Belegschaft, dass die im Unternehmen gelebten Werte weiter Kontinuität haben sollen. Ein denkbarer Firmenverkauf wäre mit zahlreichen Unwägbarkeiten verbunden gewesen. Der sich anbahnende Generationswechsel kommt auch deshalb zur rechten Zeit, weil GOK seit Jahren von Rekord zu Rekord stürmt: Die boomende Freizeitbranche schlägt auf die Unternehmensentwicklung durch, so dass noch im Laufe des Jahres die 40-Millionen-Euro-Marke geknackt werden soll. Weil GOK den größten Teil seiner Produkte in Deutschland verkauft, profitieren die Marktbreiter vom Wirtschaftsaufschwung im Lande: Die Endkunden investieren in Freizeit-Produkte wie Gasgrillgeräte, Wohnwagen und Wohnmobile. Und dabei gibt es immer etwas zu regeln – mit Teilen von GOK. So hat der Betrieb erstmals in der 50-jährigen Firmengeschichte die Produktion auf zwei Schichten am Tag hochgefahren. Doch das reicht längst nicht. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre hat GOK 89 Mitarbeiter eingestellt, darunter Flüchtlinge, die – sofern sie die deutsche Sprache lernen – gut integrierbar seien. Teil der Firmenstrategie ist es auch, zunehmend Handarbeit durch Automatisierung zu ersetzen. Nicht, um Mitarbeiter abzubauen, sondern um mit der steigenden Auftragslage Schritt zu halten. GOK feiert sein 50-jähriges Bestehen gleich mehrmals: Am Dienstag fand ein Festakt in der Marktbreiter Rathausdiele statt. GOK-Inhaber Dieter Kleine bedachte aus diesem Anlass fünf Organisationen der Umgebung mit insgesamt 50 000 Euro Spenden. Die Klinik Kitzinger Land hat mit ihren 10 000 Euro einen Ergometer angeschafft, der BRK-Kreisverband ein Fahrzeug für seine Motorradstaffel. Die Lebenshilfe Kitzingen wird in einen Bewegungsparcours für Behinderte investieren. Die Feuerwehr Marktbreit will damit ihre Ausrüstung vervollständigen, und der Förderverein Spital-Ehrenhof Ochsenfurt nutzt die Spende für die Sanierung des Kulturgebäudes. Die Bedachten dankten ebenso wie Landrätin Tamara Bischof und Bürgermeister Erich Hegwein für die Großzügigkeit der Unternehmer-Familie. GOK spendet regelmäßig für soziale, kulturelle und Bildungsreinrichtungen im Einzugsbereich des Betriebs. Mit den eigenen Mitarbeitern, die nach Aussage der Führungsspitze nicht nur am Erfolg des Unternehmens beteiligt sind, sondern auch die Last der Produktionsspitzen verkraften müssen, will man es „an der Weihnachtsfeier krachen lassen“, wie die Familie Kleine sagte. Auch daran denkt ein Familienunternehmen wie GOK. Foto: Foto: Andreas Brachs
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Es gibt Unternehmen, die kaum jemand kennt, obwohl man mit ihren Produkten fast täglich zu tun hat. So ein Fall ist die Marktbreiter GOK GmbH und Co. KG. Ihre Erzeugnisse sorgen dafür, dass Benutzer von Öl- und Gasanlagen gefahrlos die brennbaren Stoffe nutzen können – ob zu Hause im Tank und im Brenner, ob in der Freizeit am Gasgrill oder im Urlaub im Wohnmobil.

GOK stellt Regler und Armaturen her, die die entsprechenden Anlagen steuern, überwachen und vor allem sichern. Stolz ist man bei GOK darauf, in den vergleichsweise kleinen Produkten technisch aufwändige Komponenten zu verbauen – im eigenen Haus entwickelt, teilweise in der eigenen Gießerei produziert und im Marktbreiter Werk montiert. Das Ziel: höchstmögliche Sicherheit für den Anwender.

GOK entwickelt, produziert und montiert

Vor 50 Jahren haben zwei Unternehmer den Betrieb in Nordrhein-Westfalen gegründet, siedelten sich ein Jahr später in Ochsenfurt an und wechselten acht Jahre darauf auf ein freies Gewerbe-Grundstück in Marktbreit. Heute beschäftigt das Unternehmen der Familie Kleine 332 Mitarbeiter und schickt sich an, den Wechsel in die dritte Generation einzuleiten. Denn der Inhaber Dieter Kleine will die Firmenleitung in den kommenden Jahren an seine Tochter Evelyn übergeben.

Wechsel in der Unternehmensleitung

Familienunternehmen habe ihre eigene Geschichte. Und so ist auch die von GOK einmalig. Während Dieter Kleine noch darum kämpfen musste, den Betrieb nach dem Tod seines Vaters weiterführen zu dürfen, schlug Tochter Evelyn zunächst eine ganz andere Richtung ein: Sie studierte nach dem Abitur Kindheitspädagogik und arbeitet in Teilzeit in einem Hort in Nürnberg – noch.

„Mein Vater hat mir nie den Druck gemacht, die Firma übernehmen zu müssen.“ Deshalb hat Evelyn Kleine erst andere berufliche Interessen verfolgt. Inzwischen reifte in ihr die Entscheidung, den Familienbetrieb nicht sich selbst zu überlassen. „Ich habe mich vollen Herzens und guten Gewissens für die Firma entschieden“, sagt sie. Zurzeit arbeitet sie sich, ebenfalls in Teilzeit, in die verschiedenen Abteilung des Unternehmens ein, um ab September ganz zu GOK zu wechseln. Ihr Ziel: Unternehmenschefin an der Spitze eines Führungsteams zu werden.

Stolz auf die Tochter

Dieter Kleine wäre kein Vater, wäre er nicht froh und stolz darauf, dass sein einziges Kind in seine Fußstapfen treten will, auch wenn er das nach eigenen Worten nicht beeinflusst hat. Und mit ihm freut sich die Belegschaft, dass die im Unternehmen gelebten Werte weiter Kontinuität haben sollen. Ein denkbarer Firmenverkauf wäre mit zahlreichen Unwägbarkeiten verbunden gewesen.

Vom Wirtschaftsaufschwung profitieren

Der sich anbahnende Generationswechsel kommt auch deshalb zur rechten Zeit, weil GOK seit Jahren von Rekord zu Rekord stürmt: Die boomende Freizeitbranche schlägt auf die Unternehmensentwicklung durch, so dass noch im Laufe des Jahres die 40-Millionen-Euro-Marke geknackt werden soll. Weil GOK den größten Teil seiner Produkte in Deutschland verkauft, profitieren die Marktbreiter vom Wirtschaftsaufschwung im Lande: Die Endkunden investieren in Freizeit-Produkte wie Gasgrillgeräte, Wohnwagen und Wohnmobile. Und dabei gibt es immer etwas zu regeln – mit Teilen von GOK.

Mehr Arbeit, mehr Mitarbeiter

So hat der Betrieb erstmals in der 50-jährigen Firmengeschichte die Produktion auf zwei Schichten am Tag hochgefahren. Doch das reicht längst nicht. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre hat GOK 89 Mitarbeiter eingestellt, darunter Flüchtlinge, die – sofern sie die deutsche Sprache lernen – gut integrierbar seien. Teil der Firmenstrategie ist es auch, zunehmend Handarbeit durch Automatisierung zu ersetzen. Nicht, um Mitarbeiter abzubauen, sondern um mit der steigenden Auftragslage Schritt zu halten.

Jubiläumsfeiern im Jahr 2018

GOK feiert sein 50-jähriges Bestehen gleich mehrmals: Am Dienstag fand ein Festakt in der Marktbreiter Rathausdiele statt. GOK-Inhaber Dieter Kleine bedachte aus diesem Anlass fünf Organisationen der Umgebung mit insgesamt 50 000 Euro Spenden. Die Klinik Kitzinger Land hat mit ihren 10 000 Euro einen Ergometer angeschafft, der BRK-Kreisverband ein Fahrzeug für seine Motorradstaffel. Die Lebenshilfe Kitzingen wird in einen Bewegungsparcours für Behinderte investieren. Die Feuerwehr Marktbreit will damit ihre Ausrüstung vervollständigen, und der Förderverein Spital-Ehrenhof Ochsenfurt nutzt die Spende für die Sanierung des Kulturgebäudes.

Die Bedachten dankten ebenso wie Landrätin Tamara Bischof und Bürgermeister Erich Hegwein für die Großzügigkeit der Unternehmer-Familie. GOK spendet regelmäßig für soziale, kulturelle und Bildungsreinrichtungen im Einzugsbereich des Betriebs.

Dank an die Mitarbeiter

Mit den eigenen Mitarbeitern, die nach Aussage der Führungsspitze nicht nur am Erfolg des Unternehmens beteiligt sind, sondern auch die Last der Produktionsspitzen verkraften müssen, will man es „an der Weihnachtsfeier krachen lassen“, wie die Familie Kleine sagte. Auch daran denkt ein Familienunternehmen wie GOK.

GOK GmbH & Co. KG

Die Marktbreiter Firma GOK Regler- und Armaturen-Gesellschaft mbH & Co. KG feiert heuer ihr 50-jähriges Bestehen. Gegründet haben sie in Hennef (Nordrhein-Westfalen) die beiden Unternehmer Josef Gottfried und Karl-Heinz Kleine. Aus den Initialen ihrer Nachnamen leitet sich der Firmenname ab. 1969 wechselte der Betrieb nach Ochsenfurt, 1977 siedelte er nach Marktbreit um.

Heute gehört GOK in zweiter Generation dem Sohn von Karl-Heinz Kleine, Dieter Kleine (61). Er leitet das Unternehmen zusammen mit dem weiteren Geschäftsführer Gerald Unger. Inzwischen arbeitet sich mit Kleines Tochter Evelyn (27) die dritte Generation in der Firmenleitung ein. Sie will die Führung in den kommenden Jahren übernehmen.

Produkte des Unternehmens finden sich im Alltag vieler Verbraucher: GOK baut Regler und Armaturen für Öl- und Gasanlagen, wie sie in Heizungen und Tanks vorkommen. Besonders hoch ist zurzeit die Nachfrage nach Reglern für Gasgrills und Gasanlagen von Campingfahrzeugen.

Seit 2014 eilen die Betriebsergebnisse von Rekord zu Rekord. 2017 erzielte GOK 37,5 Millionen Euro Umsatz; 2018 werden es weit über 40 Millionen Euro sein, prognostizierte Geschäftsführer Gerald Unger in seiner Firmenpräsentation. 78 Prozent seines Umsatzes macht der Betrieb in Deutschland. Der Export geht in circa 50 Länder. Europa hat daran einen Anteil von 95 Prozent.

332 Beschäftigte arbeiten bei GOK in Marktbreit, 225 davon in der Produktion, 95 im kaufmännischen Bereich und weitere zwölf sind Azubis. Neben dem Stammwerk gibt es noch zwei Vertriebsgesellschaften in Wien (Österreich) und in Ostrow Wielkopolski (Polen). abra

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