Wiesenbronn

Für ein Bürgerhaus und eine Ortsumgehung

Sanierung und Umbau des Anwesens Hauptstraße 13 zu einem Bürgerhaus oder doch ein Neubau für Jung und Alt?, das war die Frage im Gemeinderat Wiesenbronn.
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Wiesenbronn

„Beschlussfassungen zum Workshop am 17. März“ stand auf der Tagesordnung für die Wiesenbronner Gemeinderatssitzung am Dienstagabend. Sanierung und Umbau des Anwesens Hauptstraße 13 zu einem Bürgerhaus oder doch ein Neubau für Jung und Alt?, lautete die Frage, Es ging um das ehemalige Grundstück der Familie Opfermann, das die Gemeinde erwarb.

Nach einer Diskussion, in der verschiedene Aspekte angesprochen wurden, war sich der Rat einig: das Projekt Hauptstraße 13 soll weiter verfolgt werden. „Es geht vor allem darum, welche Linie in Zukunft eingehalten werden soll“, brachte Reinhard Fröhlich die Debatte auf den Punkt. Bürgermeisterin Doris Paul sprach sich grundsätzlich für das Projekt aus, da man Zuschuss aus dem Topf der Städtebauförderung erhalte: „Wir sind damit in das Förderprogramm gekommen, da wir schon eine Vorplanung haben.“

Auf der anderen Seite sollte das neu erworbene Grundstück für künftiges barrierefreies Wohnen in die Überlegungen einbezogen werden. „Ich habe bei einem Gespräch mit zuständigen Vertretern der Regierung von Unterfranken erfahren, dass der Kauf des Grundstücks eine gute Entscheidung war.“

Reinhard Hüßner verwies auf eventuelle notwendige archäologische Untersuchungen im ehemaligen Opfermann-Grundstück und auch darauf, dass man auch auf die Veranstaltungen in den Vereinsheimen Rücksicht nehmen sollte, falls der Umbau im Anwesen Nummer 13 zum Bürgerhaus verwirklicht werde. Aber auch er sprach sich grundsätzlich dafür aus, dieses Anwesen in Angriff zu nehmen.

Carolin Trautmann plädierte dafür, eine Gegenüberstellung der Kosten für die beiden Bereiche vorzunehmen, wobei die optimale Lösung sei, wenn Bürgerhaus und barrierefreies Wohnen auf dem Opfermann-Grundstück möglich seien.

Bürgermeisterin Paul äußerte zu den Kosten für das Bürgerhaus, dass mit rund 1,5 Millionen Euro zu rechnen sei. Harald Höhn hatte seine Zweifel, ob beide Projekte aus finanziellen Gründen umsetzbar seien und favorisierte ebenfalls das Bürgerhaus, da es vor allem für ältere Leute leicht erreichbar sei, weil es mitten im Dorf liegt. „Wir sollten uns jetzt erst mal Gedanken darüber machen, was wir alles im Bürgerhaus wollen.“

Mehrheit pro Umgehung

Ein weiterer Punkt aus dem Workshop betraf die Diskussion wegen einer Umgehungsstraße, zu der auch eine Umfrage durchgeführt wurde, die nach Aussage der Bürgermeisterin unentschieden ausging. Reinhard Hüßner wollte wissen, ob es einen Bedarfsplan gebe und welche Möglichkeiten eine Kommune habe, eine Umgehung zu bekommen. Die Bürgermeisterin verwies darauf, dass die Gemeinde im Ausbauplan bis 2024 enthalten sei.

„Wir haben genügend Argumente für eine Umgehung, allein wenn man den Lkw-Verkehr einbezieht“, meinte Anton Hell. Bei der Abstimmung sprach sich bei zwei Gegenstimmen die Mehrheit des Rates dafür aus, die Wiesenbronner Ortsumgehung voranzutreiben.



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