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Biebelried

Für Gabriele Brejschka stehen die Menschen im Vordergrund

Die zugezogene 58-Jährige möchte für die ABL Bürgermeisterin von Biebelried werden. Wichtig ist ihr die Natur – und der Dienst am Menschen. Doch nicht nur das.
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Gabriele Brejschka fühlt sich in Kaltensondheim sehr wohl. Mit dem Kauf des "Keppnerhauses" hat sich sich einen Jugendtraum erfüllt. Es ist ihr Lieblingsort. Zumal sich gleich hinter dem Haus die Koppel für ihre Pferde befindet. Foto: Robert Haaß

Unabhängigkeit und Unvoreingenommenheit sind für Gabriele Brejschka ganz wichtige Punkte. Darum gab es für die 58-Jährige nur die Allgemeine Bürgerliste (ABL). Mit dieser Gruppierung tritt sie an, um in der Kommunalwahl am 15. März Bürgermeisterin der Gemeinde Biebelried zu werden. Sie kandidiert damit gegen den amtierenden Bürgermeister Roland Hoh, der mittlerweile für die Freie Wählergemeinschaft antritt und die CSU verlassen hat, denn für die Christsozialen möchte Manfred Kleinschrodt den Bürgermeisterposten holen.

Mit Renate Zirndt kam schon einmal eine Bürgermeisterin aus Kaltensondheim, dem Biebelrieder Ortsteil, in dem Brejschka seit November 2015 eine neue Heimat gefunden hat. Genauer gesagt im "Keppnerhaus". Haus, Hof und Gelände bieten Raum für ihre Pferde, Hunde und Katzen. "Es ist ein Glücksfall, dass ich in dieser schönen Gegend meinen Jugendtraum erfüllen konnte. Nur Hühner fehlten noch, aber die seien ja in der Nachbarschaft vorhanden, erzählt sie und bekennt, kein Stadtmensch zu sein. Draußen in der Natur, mit ihren Pferden, holt sie sich die notwendige Entspannung. Auch mit den Hunden. Und mit Musik – "alle Richtungen", verrät sie.

Erste Kreisbrandmeisterin im Landkreis Würzburg

"Die Menschen stehen für mich im Vordergrund", betont Brejschka. So ist es nicht verwunderlich, dass ihr soziale Projekte und Rettungsorganisationen besonders am Herzen liegen, war sie doch, als sie noch in Waldbüttelbrunn wohnte, die erste Frau mit der Funktion eines Kreisbrandmeisters im Landkreises Würzburg. Im Bereich der Ersthelfer hatte sie ein umfangreiches Arbeitsfeld gefunden.

Deshalb geht es auf der Rückseite einiger ihrer Wahlwerbekarten auch um die Notrufnummer 112, um Erste Hilfe und die fünf W-Fragen beim Absetzen eines Notrufes. Quasi das sechste W ist für sie ebenso bedeutsam: W wie "wir sind eins". Für sie und die ABL sind die Ortsteile Biebelried, Kaltensondheim und Westheim eine große Gemeinde.

Brejschka möchte etwas bewegen, möchte gestalten. "Ich habe mich immer für Politik interessiert", bekennt die 58-Jährige. Dass sie zu dieser gefunden hat, hat sie ihrem vor kurzem gestorbenen Mann zu verdanken. Weil sie mal wieder gemeckert habe, habe dieser zu ihr gesagt: "Wenn du etwas ändern willst, dass geh' in die Politik." Ihr Mann sei stolz gewesen auf ihre Kandidatur, deswegen macht sie als Vermächtnis an ihn auch weiter.

Renovierung ihres Hauses verlangte viel Zeit

"Es hat Spaß gemacht", sagt sie rückblickend auf elf Jahre Gemeinderatsarbeit für die Freien Wähler in Waldbüttelbrunn. "Ich habe Lust, habe Spaß an der Arbeit mit Menschen", sagt die Bürgermeisterkandidatin. Deshalb möchte sie jetzt wieder kommunalpolitisch tätig werden. Die Renovierung ihres neuen Domizils habe einige Zeit in Anspruch genommen, begründet sie die Pause. Dann aber sei sie bei einer Sitzung der ABL gewesen und: "Ich fand das super!"

Ideen hat sie viele, kann sie doch auf einen reichen Erfahrungsschatz bauen. Zum Beispiel könnte sie sich in der Gemeinde eine Nachbarschaftshilfe vorstellen oder überdachte Mitfahrbänke. Vieles sei möglich, wenn man miteinander kommuniziere. "Alle mitnehmen", lautet ihr Motto. Das gelte auch für alle anderen Projekte, zum Beispiel Senioren- oder Jugendrat. Damit ist sie bei Busverbindungen in die Stadt. Zu vernünftigen Zeiten. "Wir müssen schauen, was gewünscht wird."

Sie setzt auf kollegiale Zusammenarbeit im Gemeinderat

Die Wünsche von den Menschen in den drei Ortsteilen interessieren sie besonders, um zu sehen, wo die Probleme liegen – um dann zu entscheiden, "das gehen wir an". Erreichen will sie das gemeinsam mit dem Gemeinderat, wo sie auf kollegiale Zusammenarbeit setzt.

Für sie gehören auch ein regelmäßiger offener, sachlicher Meinungsaustausch mit den Bürgern zu ihrer Arbeit. Ebenso setzt sie auf eine vernünftige Bauleitplanung und bezahlbare Bauplätze, auf Renaturierung von gemeindeeigenen Flächen. Aber vor allem auf die drei Ortsteile, die zusammengehören.

Gabriele Brejschka
Alter: 58
Partei: Allgemeine Bürgerliste (ABL)
Wohnort: Kaltensondheim
Beruf: Rechtsanwaltsfachangestellte
Ehrenämter: Freiwillige Feuerwehr Kaltensondheim, SEG Rottendorf, BRK-Bereitschaft Rottendorf
Familie: verwitwet, zwei Kinder
Hobbys: Pferde, Hunde, Katzen, Sport, Lesen, Natur, Imkerei (zwölf Bienenvölker)

Klicken Sie auf die Punkte in unserer interaktiven Karte und lernen Sie die Bürgermeister-Kandidaten zur Kommunalwahl 2020 kennen.

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