SEINSHEIM

Für Fußgänger wird es eng

Die neue Brücke über den Iffbach bei Wässerndorf sprach ein Bürger in der Bürgerversammlung in Seinsheim an, die in der Versammlung in Wässerndorf allerdings kein Thema war. Auch von außerhalb der Gemeinde war bereits Kritik geübt worden, da der „Gehweg“ über die Brücke nicht zu benutzen sei, weil man durch „Dreck“ gehen müsste, um auf diesen zu gelangen.
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Nur Schrammborde: Auch die neue Brücke in Wässerndorf über den Iffbach hat wie die Vorgängerin keine Gehwege. Die derzeit noch kargen Flächen werden bald angesät. Foto: Foto: Gerhard KRÄMER

Die neue Brücke über den Iffbach bei Wässerndorf sprach ein Bürger in der Bürgerversammlung in Seinsheim an, die in der Versammlung in Wässerndorf allerdings kein Thema war. Auch von außerhalb der Gemeinde war bereits Kritik geübt worden, da der „Gehweg“ über die Brücke nicht zu benutzen sei, weil man durch „Dreck“ gehen müsste, um auf diesen zu gelangen.

„Das ist kein Gehweg, sondern ein Schrammbord“, klärte Bürgermeister Heinz Dorsch auf. Es sei bei der alten Brücke kein Gehweg vorhanden gewesen, auch bei der neuen Brücke habe die Gemeinde darauf verzichtet, denn dann hätte anders gebaut werden müssen und der Weg hätte im Winter schnee- und eisfrei gehalten werden müssen.

Nach Auskunft von Corinna Petzold, Pressesprecherin am Landratsamt, ist die Gemeinde innerorts für Geh- und Radwege zuständig. Entlang der Straße, die zur Brücke führe, sei auch wegen des geringen Fußgängerverkehrs kein Gehweg vorhanden. Die von den Bürgern insoweit als „Gehsteige“ bezeichneten Brückenteile seien ein „Notweg“ für Straßen- und Brückenarbeiter, wenn sie auf der Brücke zu tun hätten. Weiter dienten sie dem Schutz der tragenden Brückenkonstruktion und der Verankerung von Geländern.

Die derzeitigen noch erdigen Flächen würden im Frühjahr angesät. Der Deckenbau in Richtung Seinsheim auf rund 300 Meter Länge soll in Abhängigkeit vom Wetter noch im Frühjahr ausgeführt werden, ergänzt Petzold auf Anfrage dieser Zeitung.

Thema Abwassergebühr

Die Erhöhung der Abwassergebühr in der Gemeinde, die Bürgermeister Dorsch in der mit rund 50 Bürgern sehr gut besuchten Bürgerversammlung in der Dreschhalle ankündigte, empfand eine Bürgerin als ungerecht, da ihre Familie bei der personenbezogenen Abrechnung dann deutlich mehr zahlen müsste.

Bei der Bürgerversammlung im vergangenen Jahr hätte sich die Mehrheit der Bürger dafür ausgesprochen, die personenbezogene Abrechnung beizubehalten, antwortete Heinz Dorsch. Derzeit beträgt die Gebühr 44,40 Euro pro Person und Jahr. Dazu kämen noch zwölf Cent je Quadratmeter Grundfläche.

Seinsheim ist die einzige Kommune Unterfrankens, die nach diesem System abrechnet. Die ganzen Jahre über sei die Gemeinde mit diesen Beträgen zurechtgekommen, nun reiche es nicht mehr, erklärte Dorsch. Zum Beispiel sei die Entsorgung des Klärschlamms deutlich teurer geworden.

Dorsch wies darauf hin, dass die Gemeinde noch sehr günstige Gebühren im Vergleich zu anderen Kommunen habe. Zudem sinke voraussichtlich der Wasserbezugspreis von 1,92 auf 1,61 Euro je Kubikmeter. Wenn es allerdings der Wunsch der Mehrheit der Bürger sei, könne auch auf das verbrauchsbezogene Abrechnungssystem umgestellt werden, machte Dorsch klar.

Nicht mehr umgestellt werden soll allerdings die Planung für die Sanierung der Weinbergstraße in Seinsheim. Auch an der Ausbuchtung am Friedhof solle festgehalten werden. „Bitte das Ganze im Blick behalten“, bat Bürgermeister Dorsch.

Einige Bürger und die anwesenden 17 Gemeinderatskandidaten, die sich kurz vorstellten, thematisierten dann noch die Interkommunale Zusammenarbeit, Dachneigungen in der Siedlung, Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung in der Siedlung, Standorte von Bänken, Kosten der Weinparadiesscheune, das Parken am See, Grüngutcontainer und die Sauberkeit der Straßen.

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