SUGENHEIM

Fuchsjagd des Haflingervereins entwickelt sich zum Dilemma

Kaum Teilnahmen bei mehreren Veranstaltungen: Durch die Öffnung für andere Pferderassen erhofft sich der Verein mehr Teilnehmer.
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Vorsitzender Eugen Reifenscheid (rechts) ehrte Markus Rossel (links) und Walter Mehrer für langjährige Treue zum Haflingerverein Aischgrund. Foto: Foto: Gerhard Krämer

Sie haben alle Spaß an ihren Haflinger-Pferden. Manche seit vielen Jahren, weswegen auch langjährige Mitglieder geehrt wurden. Doch bei der Jahresversammlung des Haflingervereins Aischgrund sprach Vorsitzender Eugen Reifenscheid auch die Sorgen des Vereins an. Denn die Beteiligung bei manchen Veranstaltungen wie zum Beispiel bei der Kutschenausfahrt oder der Fuchsjagd hätte besser sein können.

„Wir müssen wahrgenommen werden in der Öffentlichkeit, das ist die beste Werbung neuer Mitglieder“, meinte Vorsitzender Eugen Reifenscheid. Denn während das Hoffest in Mainbernheim, der Tierarztvortrag sowie der St. Wolfgangritt in Ochsenfurt, an dem auch zur Freude des Vorsitzenden der Vereinssenior Alfons Fries (92) anwesend war, ein voller Erfolg gewesen seien, ließen neben der Kutschenausfahrt, auch bei Reiterveranstaltungen in Aurach oder Burgoberbach die Teilnahmen mehr als zu wünschen übrig. Dabei gebe es mit 40 Einzel- und Familienmitgliedschaften, was 65 Mitgliedern entspricht, stabile Mitgliederzahlen.

Fuchsjagd problematisch

Niemand müsse Bedenken haben, bei einem Umzug mitzureiten, sagte Eugen Reifenscheid. Er habe hier langjährige Erfahrung und biete jegliche Unterstützung an, versicherte der Vorsitzende. Denn auch die Fuchsjagd des Vereins entwickle sich zu einem Dilemma. Im vergangenen Jahr habe diese nur stattfinden können, weil man sich nach einer Sondersitzung des Vorstands auch Reiter anderer Pferderassen zugelassen habe. Für dieses Jahr beschloss die Mitgliederversammlung im Vereinslokal Ehegrund in Sugenheim gleich die Öffnung für andere Pferderassen.

Das Wort „Jagd“ lasse zwar anderes vermuten, es handele sich jedoch um einen „schönen Ausritt mit kleinen Sprüngen“, hieß es in der Versammlung. Stattfinden soll die Fuchsjagd diesmal bei Reusch (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim). Über den Termin im Oktober macht sich der Vorstand noch einmal Gedanken, da bislang der 14. Oktober geplant war, an diesem Tag aber Land- und Bezirkstagswahlen stattfinden.

Vorträge mit vielen Infos

Generell will der Verein, dessen Mitglieder überwiegend aus dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, dem südlichen Landkreis Kitzingen und dem südöstlichen Landkreis Würzburg stammen, mehr Werbung machen für seine Veranstaltungen. Am 16. März findet im Vereinslokal ein Vortrag einer Tierheilpraktikerin zum Thema „Reiter und Pferd – ein starkes Team“ statt und am 27. April gibt es Informationen zu Versicherungen rund ums Pferd. Eine Teilnahme plant der Verein eventuell an Haflingerveranstaltungen in Fahrenzhausen bei München (2./3. Juli), in Gunzenhausen (8. bis 10. Juli) und in Schwaiganger (9, September). Das Hoffest in Mainbernheim findet am 10. Juli statt.

Eugen Reifenscheid freute sich, langjährige Mitglieder auszeichnen zu dürfen. 25 Jahre schon hält Markus Rossel (Ehe) dem Haflingerverein Aischgrund die Treue. Zehn Jahre sind Evi und Walter Mehrer (Niedersteinach) dabei.

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