GLOSSE

Frühstück: Auf der Suche nach Friedolf

Zurück in die 80er (Letzter Teil): Wir wollen hier nicht alles verherrlichen. Zur bitteren Wahrheit gehört: In den 80ern gab es natürlich auch einige Verfehlungen. Die viel zu knappen Sporthosen etwa. Aua-autsch. Oder David Hasselhoff mit seinem „Api lukin for Friedolf“. Wobei ich jahrelang nicht wusste, wer denn dieser Friedolf ist. Und wie David Hasselhoff damals in viel zu engen Sporthosen ausgesehen hat, stellen wir uns jetzt mal lieber nicht vor.
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Frühstück:     Von Mord, Sex und Sticheleien
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Zurück in die 80er (Letzter Teil): Wir wollen hier nicht alles verherrlichen. Zur bitteren Wahrheit gehört: In den 80ern gab es natürlich auch einige Verfehlungen. Die viel zu knappen Sporthosen etwa. Aua-autsch. Oder David Hasselhoff mit seinem „Api lukin for Friedolf“. Wobei ich jahrelang nicht wusste, wer denn dieser Friedolf ist. Und wie David Hasselhoff damals in viel zu engen Sporthosen ausgesehen hat, stellen wir uns jetzt mal lieber nicht vor.

Dann gab es da noch diesen seltsamen Limahl. Der trug eine noch seltsamere Ananas-Frisur spazieren und ging einem mit seinem Lied von der „Neverending Story“ neverending auf die Nerven. Oder anders gesagt: Das Lied rangierte kurz hinter „Api lukin for Friedolf“.

Zum Glück gab es auch echte Typen. Ich sage nur: Colt Seavers. Wer „Ein Colt für alle Fälle“ nicht geguckt hat, war kein Kind der 80er. Eine Pflichtveranstaltung. „Cause I'm the unknown Stuntman“ – legendär.

Wir Kinder der 80er waren es übrigens, die den Grundstein für den technischen Fortschritt legten. Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an BTX – das Internet der 80er.

Damals hielt die moderne Computertechnik Einzug. Mit ihr kam Zini ins Fernsehen. Ein wirklich großes Stück Geschichte. Zini - klingelt da was? Hört sich an wie der Name eines tibetanischen Fortbewegungsmittelverleihs, war aber Bestandteil der Kindersendung „Spaß am Montag“ in der ARD.

Hinter Zini versteckte sich ein „Wuslon aus der Familie der Elektroiden“. Der orange-gelbe Punkt kam aus dem Computer, huschte wie ein Schatten vergnügt über den Bildschirm, hatte eine quietschig-quirlige Stimme und nur Unsinn im Kopf.

Manche fanden Zini doof. Vielleicht sogar schlimmer als David Hasselhoff und Limahl zusammen. Ob das stimmt, kann ich leider nicht genau sagen. Weil damals die Zeit fehlte, mir darüber Gedanken zu machen – ich habe ja ständig Friedolf gesucht.

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