Fritz Endres, vielen bekannt als Vater der Kirchenburg Mönchsondheim, ist am Samstag im Alter von 94 Jahren gestorben. Bis vor zwei Jahren fehlte Fritz Endres auf keinem der Kirchenburgfeste, verkaufte Eintrittskarten, führte Besucher oder hobelte beim Kelterfest Kraut. Noch im Alter von 60 Jahren hatte er, als Autodidakt, mit dem Malen begonnen und gab bis vor wenigen Jahren einen Kalender mit seinen Bildern heraus.

Der gebürtige Mönchsondheimer machte 1937 eine Ausbildung zum Agraringenieur in Triesdorf. Der Zweite Weltkrieg, in dem sein Bruder Hans fiel, verschlug Endres nach Russland, Frankreich, Belgien, Ungarn und an den Westwall. Nach Rückkehr aus der Gefangenschaft 1945 übernahm er zur vorläufigen Vertretung seines Bruders Leo den stark beschädigten elterlichen Bauernhof. 1948 heiratete Fritz Endres die Nenzenheimerin Elsa Stolz. Zusammen zogen sie zwei Töchter groß. Else Endres starb im Jahr 2003.

1962 wurde Endres Mitglied des Gemeinderates, 1966 stellvertretender Bürgermeister. Ab 1972 vertrat es sein Dorf als Ortssprecher von Iphofen. Für seinen ehrenamtlichen Einsatz war der Verstorbene mit dem Bundesverdienstkreuz am Band, der Denkmalschutzmedaille des Freistaates, der Bürgermedaille der Stadt Iphofen und dem Kulturpreis des Steigerwald Klubs ausgezeichnet worden. Text/Foto: Weiskopf