Dettelbach

Friedhof hoch drei

Gleich dreimal hatte sich der Stadtrat Dettelbach in seiner Sitzung am Montag mit dem Thema Friedhof zu befassen. Zunächst ging es um die "hoheitlichen Bestattungsaufgaben" im Stadtbereich, ehe sich das Gremium mit dem Zustand der Wege in den Friedhöfen in Bibergau und Schernau auseinander setzte.
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Gleich dreimal hatte sich der Stadtrat Dettelbach in seiner Sitzung am Montag mit dem Thema Friedhof zu befassen. Zunächst ging es um die "hoheitlichen Bestattungsaufgaben" im Stadtbereich, ehe sich das Gremium mit dem Zustand der Wege in den Friedhöfen in Bibergau und Schernau auseinander setzte.

"Bedauerlich" nannte Bürgermeisterin Christine Konrad den Zustand des Zugangs zum Friedhof in Schernau. Und auch auf den Wegen im Friedhof selbst sieht es nicht besser aus: Der Beton ist an vielen Stellen gebrochen und gerissen, wie sie mit Bildern belegte. Deshalb sollen die Wege ein neues Betonpflaster erhalten. Zudem soll die Treppe durch eine Rampe ersetzt werden. Eine deutliche  Erleichterung für alle Rollstuhl- und Rollatorenfahrer*innen.

Die haben auch Probleme auf dem Friedhof in Bibergau. Dort sind die Wege zwar in einem wesentlich besseren Zustand, so Konrad, aber alle sind lediglich gesplittet. Deshalb soll es dort ebenso wie in Schernau künftig einen 1.50 Meter breiten gepflasterten Haupt- und Querweg geben, der seitlich mit Splitt aufgefüllt wird. Dem Antrag von Michael Hartmann (SPD), den Hauptweg in Bibergau auf einer Breite von 2.40 Metern zu pflastern, folgte die Mehrheit des Stadtrats nicht.

Die Kostenschätzung für Schernau beläuft sich auf 67 000, die für Bibergau auf 35 000 Euro. Für beide Vorhaben sind bereits finanzielle Mittel im Haushalt vorgesehen, die allerdings nicht ausreichen. Der Stadtrat stimmte in beiden Fällen den kalkulierten überplanmäßigen Ausgaben zu, so dass die Verwaltung nun die beiden Projekte ausschreiben kann.

Die "hoheitlichen Bestattungsaufgaben" der Stadt beinhalten das Öffnen und Verschließen der Gräber, wie die Bürgermeisterin erläuterte. Vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband sei es der Kommune "dringend ans Herz" gelegt worden, "die Bestattungsleistungen wieder dem Wettbewerb zu unterstellen." Ihrem Vorschlag, auf die hoheitlichen Rechte zu verzichten, folgte der Stadtrat bei nur einer Gegenstimme. Demnach können die Bürger künftig alle Bestatter z.B. mit der Grabherstellung oder Umbettung beauftragen.  Die Gebühren für die Zulassungen für Unternehmen betragen einmalig 40, für ein ganzes Jahr 80 Euro. Konrad versicherte, dass es bei schlechten Erfahrungen mit einem Bestatter auch möglich ist, diesen künftig abzulehnen. Sie verwies zudem auf gute Erfahrungen anderer Kommunen mit dieser Regelung.

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