Effeldorf

Freude über zwei neue Feuerwehrfahrzeuge

Die Feuerwehr Effeldorf kommt aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus: Vor fast genau einem Jahr konnte das nagelneue Feuerwehrhaus seiner Bestimmung übergeben werden, am Samstag waren es gleich zwei neue Einsatzfahrzeuge, die in Dienst gestellt wurden. So war es auch nur folgerichtig, dass die Wehren aus dem Landkreis Kitzingen ihren traditionellen Florianitag in Effeldorf begingen. Mehr als 300 Feuerwehrleute waren am Festtag ihres Schutzpatrons gekommen, um nach Gottesdienst, Festzug, Fahrzeugsegnung und den lobenden Worten der Ehrengäste gemeinsam dieses Ereignis gebührend zu feiern.
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Segensworte von Diakon Holger Dubowy-Schleyer und Pfarrer Uwe Hartmann für die Kameraden und die neuen Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Effeldorf. Foto: Walter Sauter
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Die Feuerwehr Effeldorf kommt aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus: Vor fast genau einem Jahr konnte das nagelneue Feuerwehrhaus seiner Bestimmung übergeben werden, am Samstag waren es gleich zwei neue Einsatzfahrzeuge, die in Dienst gestellt wurden. So war es auch nur folgerichtig, dass die Wehren aus dem Landkreis Kitzingen ihren traditionellen Florianitag in Effeldorf begingen. Mehr als 300 Feuerwehrleute waren am Festtag ihres Schutzpatrons gekommen, um nach Gottesdienst, Festzug, Fahrzeugsegnung und den lobenden Worten der Ehrengäste gemeinsam dieses Ereignis gebührend zu feiern.

Frisch poliert strahlte der rote Lack der neuen Fahrzeuge mit den rund 40 aktiven Feuerwehrleuten der Effeldorfer Wehr um die Wette. Und selbst Petrus schien an diesem Tag ein Floriansjünger geworden zu sein, denn er verschonte den Festzug und die Segnung der Fahrzeuge vor Regen, der erst wieder einsetzte, als alles im Trockenen saß. Ihr Eigen nennen dürfen nun die Effeldorfer ein "mittleres Löschfahrzeug", für das Kommandant Benedikt Endres die Schlüssel aus der Hand von Dettelbachs Bürgermeisterin Christine Konrad entgegennahm. Das andere Fahrzeug, ein Mannschaftswagen für bis zu neun Personen, wurde gebraucht von den Effeldorfern an Weihnachten 2018 selbst gekauft.

Das, was an hochmoderner Gerätschaft in dem neuen Löschfahrzeug steckt, lässt das Herz jedes Feuerwehrmanns höher schlagen: Akku-Kombigerät (Schere/Spreizer), Mittelschaumpistole, Akku-Schrauber und -Schnabelsäge, Glasmanagement, Tauchpumpe und ein pneumatischer Lichtmast mit LED-Technik stehen ebenso auf der langen Ausrüstungsliste wie vier Atemschutzgeräte, ein Einbaugenerator mit einer Dauerleistung von bis zu 6,2 kW, ein 1000-Liter-Wassertank oder die Feuerlöschkreiselpumpe MPN 10-1000.

"Ich freue mich über die neuen Fahrzeuge und das neue Feuerwehrhaus", gab Kommandant Benedikt Endres unumwunden zu. Doch die nicht unkomplizierte Beschaffungsphase "hat mich fünf Jahre älter gemacht", gestand er. "Was die Bürger für ihre Sicherheit brauchen, ist eine gut ausgebildete und ausgerüstete Feuerwehr", betonte stellvertretender Landrat Paul Streng. Und Kreisbrandrat Roland Eckert sprach von einem Investitionsstau, den es zu beseitigen galt.

Stolz sei sie, so Bürgermeisterin Konrad, oberste Dienstherrin von zehn Feuerwehren im Stadtgebiet zu sein. Denn die Kameraden investierten nicht nur viel Zeit in Einsätze, sondern auch in eine fundierte Ausbildung. Auch lobte sie die gute Zusammenarbeit mit den vier Feuerwehren, die alle das gleiche Löschfahrzeug gekauft haben - und das über eine europaweite Ausschreibung.

"Unschätzbar wertvoll", nannte Pfarrer Uwe Hartmann beim ökumenischen Floriansgottesdienst den Einsatz der Feuerwehrleute. Als "Protestleute gegen den Tod" bezeichnete sie Diakon Holger Dubowy-Schleyer in seiner Predigt. "Euer Einsatz bringt Hoffnung", rief er in der überfüllten Loretokirche den Floriansjüngern zu. Glaube habe etwas mit Mut zu tun, etwa dem, sich auf seine Kameraden im Ernstfall zu verlassen. Nach den Segensworten der beiden Geistlichen vor dem Feuerwehrhaus segnete Pfarrer Hartmann die beiden Fahrzeuge mit Weihwasser.

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