Großlangheim

Freude, Erholung und Artenerhalt

Seit 53 Jahren ist Willi Habermann Kleintierzüchter und kennt die guten Seiten seines Hobbys.
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Willi Habermann Vorsitzender Kleintierzuchtverein Großlangheim FOTO Habermann Foto: Habermann
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Für ihre Tiere haben die Großlangheimer Kleintierzüchter in den vergangenen Jahren schon viele Auszeichnungen bekommen. Wer das erreichen will, muss Zeit in sein Hobby investieren. Ein Hobby, das leider nicht mehr allzu viele junge Leute teilen, wie der Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins Großlangheim, Willi Habermann, bedauert.

Frage: Der Kleintierzuchtverein führt am 20. August wieder sein Sommerfest mit Jungtierschau durch. Welche Tiere werden dabei zu sehen sein?

Willi Habermann: An der diesjährigen Jungtierschau können die Besucher Gänse, Enten, Hühner, Zwerg-Hühner, Tauben und Kaninchen bewundern. Es werden auch Kaninchen mit Jungtieren ausgestellt und für die kleinen Besucher steht ein Streichelzoo zur Verfügung.

Wer sind die Aussteller? „Alte Hasen“ oder auch Jungzüchter?

Willi Habermann: Es stellen sowohl Altzüchter als auch Jungzüchter aus dem Kleintierzuchtverein Großlangheim ihre Tiere zur Schau!

Ist es schwierig, junge Menschen zur Kleintierzucht zu gewinnen?

Willi Habermann: In der heutigen Zeit, die von Computer und Handy geprägt ist, ist es sehr schwierig, junge Menschen für dieses Hobby zu begeistern. Die Tiere müssen ja jeden Tag versorgt werden und können nicht einfach in die Ecke gestellt werden. Auch spielt der Zeitaufwand eine große Rolle.

Können Sie den Zeitaufwand genauer beziffern?

Willi Habermann: Je nach Anzahl der Tiere liegt der Zeitaufwand bei ein bis drei Stunden täglich! Hier kommt es aber auch darauf an, welchen Aufwand der Züchter sowohl bei der Fütterung, als auch bei der Pflege der Tiere betreibt. Natürlich ist es auch von der Jahreszeit abhängig wieviel Zeit man im Stall verbringt. Während der Ausstellungssaison ist er wesentlich größer.

Und wie sieht es mit den Kosten aus?

Willi Habermann: Sicherlich ist es kein kostengünstiges Hobby, da die Tiere natürlich mit Futter versorgt werden müssen. Unser Ziel im Kleintierzuchtverein ist es, unsere Tiere auf großen Ausstellungen zu präsentieren. Dies ist mit erheblichen Kosten verbunden. Zum einen muss das Standgeld bezahlt werden und zum anderen müssen die Tiere zur Ausstellung transportiert werden. Hier muss aber erwähnt werden, dass der KLZV den Züchtern sehr entgegen kommt und zum Beispiel die Transportkosten übernimmt.

Wie lange kann ein Tier zur Zucht genutzt werden?

Willi Habermann: So genau kann man dies nicht festlegen. Man kann sagen, von drei bis zehn Jahren – bei guter Pflege!

Was ist für Sie das Faszinierende an der Tierzucht?

Willi Habermann: Ich betreibe dieses Hobby nun schon seit 53 Jahren. Es macht mir sehr viel Freude, die Tiere aufwachsen zu sehen und nach einem arbeitsreichen Tag ist es wie Erholung, die Tiere zu beobachten. Natürlich ist es auch ein gewisser Ehrgeiz, im Herbst die Tiere auf den Ausstellungen zu präsentieren. Und außerdem tragen wir mit unserem Hobby zur Artenerhaltung bei.

Wer jetzt selbst Tierzüchter werden möchte: An wen kann er sich wenden?

Habermann: Am besten an mich als Vorsitzenden des Kleintierzuchtvereins Großlangheim: Roßgasse 6, 97320 Großlangheim.

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