WIESENTHEID

Fremde als Freunde

Das Thema beim Neujahrsgespräch der CSU Wiesentheid im evangelischen Gemeindehaus lautete „Flüchtlinge bei uns – Herausforderung und Chance“. Neben einem Bericht zweier Asylbewerber über ihre Flucht standen politische Überlegungen zur Flüchtlingspolitik auf dem Programm. Die Besucher nutzten die Gelegenheit zur Begegnung mit den Asylanten beim Sambuusi – einer somalischen Spezialität.
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Im Gespräch: Helma Schug, die beiden somalischen Asylbewerber Mohammed und Hamse, Irene Hünnerkopf und Ahmed – der Chefbäcker des Sambuusi. Foto: Foto: paul schug

Das Thema beim Neujahrsgespräch der CSU Wiesentheid im evangelischen Gemeindehaus lautete „Flüchtlinge bei uns – Herausforderung und Chance“. Neben einem Bericht zweier Asylbewerber über ihre Flucht standen politische Überlegungen zur Flüchtlingspolitik auf dem Programm. Die Besucher nutzten die Gelegenheit zur Begegnung mit den Asylanten beim Sambuusi – einer somalischen Spezialität.

„Die Flüchtlingssituation ist ein brisantes Thema unserer Zeit“, stellte CSU-Ortsvorsitzender Stefan Möhringer fest. Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier informierte die zahlreichen Besucher über die Situation der Asylbewerber im Landkreis Kitzingen. Von aktuellen Überlegungen in der Asylpolitik auf der Klausur in Wildbad Kreuth berichtete Landtagsabgeordneter Otto Hünnerkopf, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Er betonte die Haltung der Staatsregierung: „Wer durch Krieg, Gewalt oder rassistische und religiöse Verfolgung aus seiner Heimat vertrieben wird, kann auf Deutschland zählen. Wem aber kein Aufenthaltsrecht zusteht, der muss Deutschland wieder verlassen.“

Aus der Gruppe von Asylbewerbern, die seit über einem halben Jahr in Wiesentheid leben, berichteten Mohammed und Hamse von ihrer Flucht nach Deutschland. Unterstützt von Irene Hünnerkopf und Helma Schug erzählten die beiden somalischen Flüchtlinge von der Not in ihrer afrikanischen Heimat. Auf der Flucht seien sie mehrfach in lebensbedrohliche Situationen geraten und hätten vor allem in der Sahara Schlimmes erlebt, so die Somalier. Besonders betroffen machte die Besucher, dass die Flucht zwei Jahre dauerte – und nicht, wie die jungen Männer geplant hatten, zwei Monate.

Für die Gäste des Neujahrsgesprächs hatten die Asylbewerber mit Hünnerkopf und Schug eine somalische Spezialität zubereitet. Beim Sambuusi – einem Schmalzgebäck gefüllt mit Rinderhack, Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Kardamom und anderen Gewürzen – kamen Gäste und Asylbewerber ins Gespräch.

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