MÖNCHSONDHEIM

Freitagsfragen: Feldpost aus dem Ersten Weltkrieg

Das Mönchsondheimer Kirchenburgmuseum startet diesen Samstag, 15. März, in die neue Saison. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag, jeweils 10 bis 18 Uhr. Was dieses Jahr ansteht, verrät Museumsleiter Reinhard Hüßner.
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Reinhard Hüßner Foto: Foto: Weiskopf

Das Mönchsondheimer Kirchenburgmuseum startet diesen Samstag, 15. März, in die neue Saison. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag, jeweils 10 bis 18 Uhr. Was dieses Jahr ansteht, verrät Museumsleiter Reinhard Hüßner.

Frage: Wie viele Besucher zog das Kirchenburgmuseum vergangenes Jahr an?

Reinhard Hüssner: Wir konnten rund 15 000 Besucher zählen.

In die wievielte Saison geht es?

Hüssner: Das Museum wurde 1981 eröffnet – also die 33. Saison.

Wenn ich das Museum in drei Sätzen erklären müsste . . .

Hüssner: Wenn ein Franke seine Vergangenheit oder ein Gast die Vielfalt Frankens kennenlernen will, muss er nach Mönchsondheim. Konzentriert auf den Dorfkern bieten die Museumsgebäude und die Dauerausstellungen einen Einblick in das geschichtliche Werden unserer Heimat. Eine Spezialität der Museumsarbeit sind Kostümführungen, Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene sowie authentische Feste.

Welche Arbeiten stehen nach dem Endes des Winterschlafes an?

Hüssner: Wir arbeiten durch. An Schlaf ist nicht zu denken!

Wie ist der Stand der Sanierung?

Hüssner: Rund zwei Drittel der Arbeiten sind abgeschlossen. Das übrige Drittel wird bis zum Herbst erledigt sein.

Ihr Lieblingsplatz im Museum?

Hüssner: Da gibt es mehrere.

Ein Besuch am Samstag lohnt, weil . . .

Hüssner: . . . um 13.30 Uhr eine kostenlose Kostümführung angeboten wird.

Welche Sonderausstellungen gibt es – und welcher Aufwand steckt dahinter?

Hüssner: Wir zeigen zwei selbst erarbeitete Sonderausstellungen. Sie thematisieren politische bzw. gesellschaftliche Ereignisse am konkreten Beispiel Mönchsondheim. Einmal geht es um den Ersten Weltkrieg und dann um die Geschichte der größten Bürgerbewegung Deutschlands, um die Freiwilligen Feuerwehren. Dazu kommen die Wanderausstellungen 'Mitten unter uns. Landjuden in Unterfranken vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert' und 'Von Arauner bis Wüstenfeld. Unterfränkische Produkte aus hundert Jahren'.

Bei der Ausstellung über den Ersten Weltkrieg geht es um Feldpost aus Mönchsondheim – wie kommt man da ran?

Hüssner: Mit dem Ankauf des Gasthauses Schwarzer Adler konnte 1986 auch eine Sammlung von nahezu 500 Postkarten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges übernommen werden. Das Besondere daran ist, dass alle Karten einen Bezug zur Gastwirtsfamilie Paul aufweisen, gleichzeitig aber auch Einblicke in die Fronterlebnisse aller 54 eingezogenen Mönchsondheimer geben.

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