KITZINGEN

Freitags-Fragen: Gemeinsam zum Gold

2011 strömten mehr als 300 000 Besucher zur Landesgartenschau nach Kitzingen. Geblieben ist eine tolle achteinhalb Hektar große Freifläche am Main, um die sich der Förderverein Gartenschaugelände mit seinen über 100 Mitgliedern seither kümmert.
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Freitags-Fragen: Gemeinsam zum Gold
2011 strömten mehr als 300 000 Besucher zur Landesgartenschau nach Kitzingen. Geblieben ist eine tolle achteinhalb Hektar große Freifläche am Main, um die sich der Förderverein Gartenschaugelände mit seinen über 100 Mitgliedern seither kümmert. Dazu Fragen an Vorsitzenden Rolf Wenkheimer.

Frage: Wie oft schlendern Sie über das ehemalige Gartenschaugelände?

Rolf Wenkheimer: Schlendern eher selten, mehrfach in der Woche bin ich dort mit dem Fahrrad unterwegs und verbinde das mit den verschiedensten Aktivitäten. Trotzdem gibt es einige Mußestunden, die ich dann im Gelände sehr genieße.

Was begeistert Sie am meisten?

Wenkheimer: Dass im Winter selbst bei Kälte, lausigem Wind und null Blütenpracht viele Spaziergänger durch das Gelände laufen und dass es viele Kitzinger als neues Naherholungsgebiet rege nutzen.

Dass die Gartenschau auch schon wieder drei Jahre her ist . . .

Wenkheimer: . . . kommt einem gar nicht so lange vor, da es immer viel zu tun gibt. Dadurch vergeht die Zeit wie im Flug. Alleine die Vorarbeiten, den Verein zu gründen, nahmen fast ein ganzes Jahr in Anspruch.

Den Förderverein gibt es seit . . .

Wenkheimer: . . . dem 4. Juli 2012, also fast zwei Jahre.

Dahinter verbirgt sich . . .

Wenkheimer: . . . ein gemeinnütziger, eingetragener Verein, der die Stadt Kitzingen bei ihrer Verpflichtung unterstützt, den parkartigen Charakter des Gartenschaugeländes langfristig zu erhalten.

Wie viele Veranstaltungen hat der Förderverein bisher organisiert?

Wenkheimer: Allein zehn vorwiegend musikalische Eigenveranstaltungen, eine Aufführung für Kinder und daneben allerhand Mitwirkungen, wie bei der Anpflanzung des Energiewaldes, den internationalen Beeten und beim Fischlehrpfad.

Welcher Zeitaufwand steckt dahinter?

Wenkheimer: Mein Zeitaufwand ist beträchtlich. Stünde ich noch im Berufsleben, ginge das vor allem tagsüber so nicht. So aber nehme ich mir gerne die Zeit für dieses Ehrenamt.

Worauf sind Sie besonders stolz?

Wenkheimer: Dass meine Idee mit den musikalischen Frühschoppen im Biergarten am ersten Sonntag im Monat zwischen Mai und Oktober so großen Anklang findet. Aber auch auf das Engagement vieler Kitzinger, die mit ihren Ideen das Angebot des Vereins bereichern.

Das könnte ich mir noch vorstellen . . .

Wenkheimer: Eine Serenade am Stadtbalkon an einem lauen Sommerabend mit stilvoller Ausstattung und Bewirtung.

Zur Entente Florale fällt mir ein . . .

Wenkheimer: . . . dass ich anfangs skeptisch war, als mir Stadtgärtner Johannes Lindner die ersten Wettbewerbsunterlagen gezeigt hat. Da waren Zweifel, ob es gelingen würde, die wichtigste Voraussetzung zu erfüllen, nämlich die Bürger einzubinden. Wie man später gesehen hat, waren die Bedenken völlig unbegründet – schließlich hat Kitzingen durch das großartige Miteinander die Goldmedaille gewonnen.

Drei Sätze über mich . . .

Wenkheimer: Erstens ist es sehr befriedigend, etwas für seine Heimatstadt zu tun. Zweitens hat sich mein Ruhestand durch den Verein zu einem geregelten Unruhestand entwickelt, was ich sehr genieße. Zum Dritten: Wie das Gartenschaugelände blühe auch ich hier auf!

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