Freitags-Fragen

Das Kitzinger Kreisorchester steckt derzeit in der heißen Probephase: Zum Jahresabschluss sind im November zwei Konzerte in der Volkacher Mainschleifenhalle sowie im Armin-Knab-Gymnasium in Kitzingen geplant. Fragen an Kreisvorsitzende Sibylle Säger aus Nordheim.

Frage: Wie fanden Sie zur Musik?

Sibylle Säger: Ich habe mit sechs Jahren die ersten Schritte auf verschiedenen Orff-Instrumenten gemacht. Mit sieben Jahren habe ich das Waldhorn erlernt, später kam das Tenorhorn dazu. Ich wollte unbedingt bei meinen Ausbildungslehrern vom Stadttheater Würzburg neben dem Violinschlüssel auch den Bassschlüssel lernen. Es lag nahe, dass ich mir einen Bariton zulegte und den Bassschlüssel ausprobierte. Dann kam noch die Posaune dazu.

Wie kamen Sie zu Ihrem Posten?

Säger: Beim Nordbayerischen Musikbund bin ich seit meinen musikalischen Anfängen durch das aktive Musizieren bei den Vereinen. Zur Kreisvorsitzenden wurde ich bei der Jahresversammlung im Herbst 2010 gewählt.

Ihr Lieblingslied?

säger: Ich höre gerne die Songs von Haindling oder von LaBrassBanda. So direkt gibt es kein Lieblingslied – ich höre einfach dem Radio zu.

Wie groß ist der Kreisverband?

Säger: Kitzingen ist leider ein sehr kleiner Verband mit 14 Mitgliedsvereinen. Es gibt in unserem Landkreis so viele Musikkapellen. Ich finde es schade, dass nicht mehr dabei sind.

Drei Sätze zum Kreisorchester.

Säger: Ein super Sache, sich unter den Vereinen auszutauschen. Es entsteht eine schöne Atmosphäre, wenn jeden bei den Probephasen der Ehrgeiz packt. Die Musiker können ohne große Proben wunderbar miteinander musizieren.

Die Teilnehmer sind. . .

Säger: . . . junge und junggebliebene Musikerinnen und Musiker aus neun Mitgliedsvereinen.

Wann sind Auftritte?

Säger: Der erste Konzert ist am Samstag, 15. November, in der Mainschleifenhalle in Volkach. In diesem Jahr spielen wir zum ersten Mal ein zweites Konzert am Samstag, 22. November. Es ist ein Gemeinschaftkonzert mit dem symphonischen Orchester des Armin-Knab-Gymnasium Kitzingen. Beide Konzerte beginnen um 19.30 Uhr, Eintritt frei.

Was zeichnet das Projekt aus?

Säger: Es ist nicht alltäglich und nicht alljährlich. Solch ein Projekt braucht Vorbereitungszeit – vor allem für unseren Kreisdirigenten Siegfried Graf aus Willanzheim.

Wie sieht es mit dem Nachwuchs aus – ist Musizieren und Singen angesagt?

Säger: Es gibt Vereine, die klagen über mangelnden Nachwuchs. Es gibt aber auch Vereine, die guten Jungmusiker-Nachwuchs haben. Übrigens geht es bei uns hauptsächlich darum, ein Instrument zu erlernen. Das Singen gehört in gewisser Weise dazu, denn das Gehör muss gut ausgebildet sein – aber Singen tun wir höchstens in den Pausen.