CASTELL

Freie Fahrt nach Wüstenfelden

„Was lange währt, wird endlich gut“, zitierte Bürgermeister Jochen Kramer eine allseits bekannte Redewendung, die auf die Ortsdurchfahrt in Castell zutraf. Nicht nur Kramer dürfte erleichtert sein, dass die bergige, kurvige und teils sehr schmale Strecke im Casteller Oberdorf nun saniert und fertig gestellt ist. Bereits 2008 war der untere Teil von der B 286 an bis zum Rathaus erneuert worden. Von Ende Juli 2014 an bis vor wenigen Tagen folgte der Rest.
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Wieder frei gegeben: Die Ortsdurchfahrt von Castell in Richtung Wüstenfelden, gleichzeitig Kreisstraße, wurde fertig gestellt. Landrätin Tamara Bischof, Bürgermeister Jochen Kramer und andere Persönlichkeiten durchtrennten symbolisch das Band. FOTO Andreas Stöckinger

„Was lange währt, wird endlich gut“, zitierte Bürgermeister Jochen Kramer eine allseits bekannte Redewendung, die auf die Ortsdurchfahrt in Castell zutraf. Nicht nur Kramer dürfte erleichtert sein, dass die bergige, kurvige und teils sehr schmale Strecke im Casteller Oberdorf nun saniert und fertig gestellt ist. Bereits 2008 war der untere Teil von der B 286 an bis zum Rathaus erneuert worden. Von Ende Juli 2014 an bis vor wenigen Tagen folgte der Rest.

Am Donnerstag wurde die Wüstenfeldener Straße, die gleichzeitig als Kreisstraße in Richtung des Ortsteils dient, wieder offiziell für den Verkehr frei gegeben. Um diesen Anlass ein wenig zu feiern, waren neben Landrätin Tamara Bischof weitere Kommunalpolitiker und Casteller Bürger gekommen.

Insgesamt 274 Meter Länge umfasste das Stück, das etwa von der Einfahrt zum Rathaus bis zum Ortsschild am Ausgang nach Wüstenfelden reichte. Der Landkreis Kitzingen, der für den Ausbau der Straße zuständig war, hat dafür 286 057 Euro aufgewendet. Für die Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung Castell bleiben 96 240 Euro, der Anteil der Gemeinde Castell betrug 29 247 Euro.

Der Straßenabschnitt im Oberdorf bereitete einige Schwierigkeiten. „Bauen im Altbestand, dazu noch in recht beengten Verhältnissen, ist nie leicht. Und man erlebt einige Überraschungen“, sagte Bürgermeister Kramer. So galt es, viele Grundstückseinfahrten zu berücksichtigen, dazu verursachte eine Stützmauer an einem Anwesen einige Probleme. An manchen Stellen mussten die Kanal- und Wasserleitungen erneuert werden. „Es dauerte etwas länger, als wir uns das vorgestellt hatten“, gab auch Landrätin Bischof zu.

Dekan Günther Klöss-Schuster hatte am Platz unterhalb des Gotteshauses den kirchlichen Part der Veranstaltung. Er zitierte Stellen aus der Bibel, in denen Straßen und Wege eine Rolle spielen. Schließlich segnete er die erneuerte Wegstrecke, ehe die Landrätin samt Bürgermeister Kramer und weiteren Gästen symbolisch das Band zur Freigabe durchschnitten. Ein gemütliches Beisammensein in der Museumsscheune schloss sich an.

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