Kleinlangheim

Freie Fahrt in der Bahnhofstraße

Wie selbstverständlich und wichtig eine Straße ist, merkt man oft erst, wenn sie fehlt. Davon können die Anwohner der Kleinlangheimer Bahnhofstraße ein Lied singen. Seit Sommer 2016 wurden Kanal und Straßenbelag saniert, zeitweise war wegen Vollsperrung keine Durchfahrt mehr möglich. Seit Oktober 2018 ist die 320 Meter lange Strecke wieder für den Verkehr freigegeben. Unebene Bordsteine und Netzrisse in Asphalt sind damit Geschichte.
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Die Schere im Anschlag: Landrätin Tamara Bischof, ihr Stellvertreter Paul Streng und Bürgermeisterin Gerlinde Stier setzen mit Kreisräten, Vertretern der Planungsbüros und Baufirmen sowie zahlreichen Kleinlangheimer Bürgern zum Schnitt durch das Absperrband an. Foto: Andreas Ruhsert

Wie selbstverständlich und wichtig eine Straße ist, merkt man oft erst, wenn sie fehlt. Davon können die Anwohner der Kleinlangheimer Bahnhofstraße ein Lied singen. Seit Sommer 2016 wurden Kanal und Straßenbelag saniert, zeitweise war wegen Vollsperrung keine Durchfahrt mehr möglich. Seit Oktober 2018 ist die 320 Meter lange Strecke wieder für den Verkehr freigegeben. Unebene Bordsteine und Netzrisse in Asphalt sind damit Geschichte.

Mit einer Feierstunde wurde jetzt der Abschnitt zwischen der stillgelegten Bahnlinie Kitzingen-Schweinfurt und der Einmündung in die Frankenstraße bzw. Am Castellbach eingeweiht. Aufatmen durften auch die Bewohner des Baugebiets Am Geisberg. Die sanierte Bahnhofstraße ist die einzige direkte Verbindung zwischen der Siedlung und dem Ort. Die Umleitung musste zum Teil über Feldwege am Ortsrand organisiert werden, was den Anwohnern regelmäßig Staub und Lärm im Garten bescherte.

Bürgermeisterin Gerlinde Stier freute sich über die rege Teilnahme bei der Eröffnung und über ein "gelungenes großes Projekt für Kleinlangheim". Rund 100 Kleinlangheimer hatten es sich nicht nehmen lassen, der Eröffnung beizuwohnen. Nach zwei Jahren mit Baustelle können die Kleinlangheimer ihr Weinfestival kommende Woche nun wieder uneingeschränkt feiern.

Der Markt Kleinlangheim hatte für 2016 Arbeiten an Kanal und Wasserleitungen geplant. Unterschiedliche Höhenniveaus führten dazu, dass sich Wasser regelmäßig staute. Da die kombinierte Leitungstrasse zwei Drittel der Fahrbahnbreite in Anspruch nimmt, war es sinnvoll, die Bauarbeiten im Kanal mit der Neugestaltung des Straßenbelags zu verbinden. Die Fahrbahnbreite beträgt nun sechs Meter, inklusive Entwässerungsrinnen. "Der Kreisrat ermöglichte kurzfristig eine Änderung beim Ausbauprogramm des Landkreises, sodass die Ortsdurchfahrt in Kleinlangheim priorisiert werden konnte", erklärte Landrätin Tamara Bischof. So ergab sich die Möglichkeit einer Gemeinschaftsmaßnahme von Markt und Landkreis. Im Zuge der Dorferneuerung entstanden neue Gehwege und die Park- und Seitenflächen wurden ausgebaut.

Mit den Kanalarbeiten der Straße Am Castellbach begannen im August 2016 die Arbeiten. Der Straßenbau erfolgte ab April 2018. Der Markt Kleinlangheim wurde durch Zuschüsse von Landkreis, Freistaat und Amt für ländliche Entwicklung unterstützt. Der Eigenanteil der Gemeinde für das Bauprojekt beträgt rund 1,8 Millionen Euro.

Pfarrer Harald Vogt und Pastoralreferent Hermann Menth segneten die anwesenden Kleinlangheimer und ihre Straße. Eine Straße sei immer ein Ort der Kommunikation und der Gemeinschaft, betonten die Geistlichen. Als gemeinsamer Abschluss wurde das irische Segenslied "Möge die Straße uns zusammenführen" gesungen, bevor das Landratsamt zum Imbiss einlud. Zwischen Haidt und Stephansberg stehen weitere Verbesserungen auf der Kreisstraße 11 an. Für die Sanierung wird der Abschnitt in den Pfingstferien vollgesperrt.

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