Kitzingen

Freibad-Kommentar: Engagierte Bürger gewinnen, nicht der Bürgermeister

Erstaunliche Wendung beim Volkacher Freibad: Dass es in diesem Sommer doch noch geöffnet wird, ist vor allem den Bürgern zu verdanken. Ein Kommentar.
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Der Protest hat vielleicht doch geholfen: Zwischen 200 und 300 Menschen hatten am Montagabend, 20. Mai 2019, vor dem Volkacher Rathaus vor und während der Stadtratssitzungfür eine Öffnung des Freibads demonstriert. Nun sollen immerhin Nichtschwimmer- und Kleinkindbecken noch fit gemacht werden für den Sommer. Foto: Michael Mößlein

Das hätten sich die Demonstranten am Montagabend vor dem Volkacher Rathaus wohl nicht träumen lassen: Der Bürgermeister verkündet am Ende der Woche, dass das Freibad – mit Ausnahme des Schwimmerbeckens – nun doch öffnen soll. Welch erstaunliche Wendung in einem Prozess, in dem der Bürgermeister keine gute Figur macht.

Lange hieß es: Wenn der Förderverein ehrenamtlich die Voraussetzungen schafft und das Bad geflickt werden kann, wird wiedereröffnet. Doch trotz aller Schufterei folgte die Absage. Lange hieß es, das Risiko sei zu hoch; Kornell als Bürgermeister trage nun mal die Verantwortung. Nun nimmt er sie doch für eine Öffnung auf sich.

Klar ist: Das ist eine tolle Nachricht für alle Familien in und um Volkach, die ihre Kinder (möglichst mit Badeschuhen) nun doch im Nichtschwimmer- und Kleinkindbecken planschen lassen können. Noch mehr ist es aber eine tolle Nachricht für all die engagierten Bürger, die Fliesen abgeklopft, Geld gesammelt und mit der Trillerpfeife ihren Unmut ausgedrückt haben. Ihr Engagement hat gewonnen. Ob die Kommunikationsstrategie des Bürgermeisters ein Gewinn für den Stadtrat ist, der über die erneute Wendung vorab nicht informiert wurde, ist allerdings anzuzweifeln.

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