IPHOFEN

Frauenpower mit geballter sozialer Kompetenz

Die Alterung der Gesellschaft bringt viele Probleme mit sich: Themen wie Gesundheit und Pflege rücken mehr und mehr in den Vordergrund – auch weil die Frage der Finanzierung nach wie vor ungelöst ist.
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Guter Dinge: Die Freien Wähler treten 2013 an mit (von links): Josef Mend, Ulrike Hahn, Susanne Knof und Tamara Bischof. Foto: Foto: Norbert Hohler

Die Alterung der Gesellschaft bringt viele Probleme mit sich: Themen wie Gesundheit und Pflege rücken mehr und mehr in den Vordergrund – auch weil die Frage der Finanzierung nach wie vor ungelöst ist.

Die Freien Wähler (FW) machen den Bürgern zur Landtagswahl insofern ein interessantes Angebot: Sowohl Direktkandidatin Dr. Susanne Knof als auch Listenkandidatin Ulrike Hahn sind vom Fach und wollen sich auf dem Feld besonders einbringen.

Knof ist verheiratet und führt eine Privatpraxis in Obernbreit, Schwerpunkte sind Homöopathie und Ernährungsmedizin. Die 45-Jährige hat unter anderem in Ochsenfurt (Main Klinik) und Kitzingen (Klinik Kitzinger Land) gearbeitet und fordert, dass Patienten weiter die Wahlfreiheit haben müssen in Sachen Arzt und Krankenhaus. Die Kassen würden versuchen, diese Freiheit durch Verträge einzugrenzen. „Dagegen wehren wir uns.“ Und auch für die Hausarztversorgung auf dem Land will sich die Mutter zweier Söhne (16/13 Jahre) stark a machen. „Wie sollen denn sonst nicht mobile, ältere Menschen versorgt werden?“

Listenkandidatin Ulrike Hahn ist Diplom-Pflegewirtin und verantwortlich für 14 stationäre und fünf ambulanten Altenpflegeeinrichtungen sowie eine Rehaklinik. Sie hat sich über die Verhältnisse geärgert, ist so zur Politik gekommen. „Wir brauchen eine Lobby“ ist die 45-Jährige überzeugt und regt sich über das „Märchen“ auf, dass der Markt in der Pflege alles regelt, Pflege billiger macht. „Gute Pflege geht alle an“, findet Hahn, tritt für angemessene Bezahlung, kostenfreie Ausbildung und die Bürgerversicherung ein. „Nur so kann dem Pflegenotstand sinnvoll entgegen getreten werden.“

„Es gibt in beiden Bereichen viele zu tun“ findet auch der Kreisvorsitzende Paul Streng. Er ist sehr froh, dass die beiden engagierten Frauen für die Freien Wähler antreten. Offiziell nominiert werden sie im Februar 2014. Für den Bezirkstag bleibt es bei Bewährtem: Landrätin Tamara Bischof ist die Direktkandidatin, Iphofens Bürgermeister Josef Mend ist der Bewerber über die Liste.

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