SULZFELD

Frauenbesuch in der Sakristei

Dem lieben Gott hat er schon das „Du“ angeboten, erzählt von frommen Franken, von Stoßgebeten, barmherzigen Lügen und erinnert mit den Liedli auf seiner Gitarre an die Zeit, als er noch Erfolge mit dem „Hasenterzett“ in der Fastnacht in Franken feiert.
Artikel drucken Artikel einbetten
Liedli und Fränkische Gschichtli: Der „gewürfelte Franke“ Wilhelm Wolpert aus Haßfurt begeisterte sein Publikum in Vollerts-Weinkeller in Sulzfeld. Foto: Foto: WILLI PAULUS

Dem lieben Gott hat er schon das „Du“ angeboten, erzählt von frommen Franken, von Stoßgebeten, barmherzigen Lügen und erinnert mit den Liedli auf seiner Gitarre an die Zeit, als er noch Erfolge mit dem „Hasenterzett“ in der Fastnacht in Franken feiert.

Die Rede ist von Wilhelm Wolpert aus Haßfurt. Der „gewürfelte Franke“ (die Auszeichnung wird oft auch als Fränkischer Oskar bezeichnet), zog bei seinem Gastspiel im Gewölbekeller der Weinkellerei Vollert in Sulzfeld mit einer gewissen Portion Schlitzohrigkeit die Zuhörer in seinen Bann. So zum Beispiel mit der Geschichte vom Pfarrer, der im Gottesdienst nach dem Krieg die Kinder der Kinderlandverschickung verteilt: „Die Frauen, die ein Kind haben wollen, kommen zu mir in die Sakristei. Es dauert aber noch ein paar Minuten, ich muss mich erst ausziehen“. Oder das Dankgebet eines Paares, dessen Kinderwunsch nach Jahren doch noch in Erfüllung geht: „Wir danken dem Herrn, der über uns wohnt. Das Warten hat sich doch gelohnt“.

Das Befolgen der zehn Gebote legt der Franke so aus: „Du sollest eigentlich, wenn es irgendwie geht...“. Die doppelte, umgekehrte Ehrlichkeit des Franken zeigt sich beim Fund eines Geldbeutels: „Also, wenn ich ehrlich bin, ich würd' ihn behalt?“

Am 27. Dezember lädt Wilhelm Wolpert noch einmal zum Lachen in den Keller nach Sulzfeld ein. Diesmal mit weihnachtlichen Geschichtli. Infos und Karten unter Tel. (0 93 21) 47 17 oder www.vollert-weine.de

Verwandte Artikel

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.