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Astheim

Fränkische Weinkönigin: Kandidatinnen müssen geduldig sein

Die Corona-Krise hat die Wahl der Fränkischen Weinkönigin verschoben. Ein Ersatztermin ist noch offen. Was bedeutet dies für die drei Berwerberinnen aus dem Kreis Kitzingen?
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Katharina Schmidt aus Astheim will Fränkische Weinkönigin werden – ganz gleich, wann die verschobene Wahl letztendlich stattfinden wird. Foto: Christine Pfanzer
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Die aktuelle Entwicklung des Coronavirus verhindert sämtliche Veranstaltungen. So musste auch die Wahl zur Fränkischen Weinkönigin am 20. März abgesagt werden. Vier weinbegeisterte junge Frauen wollen sich der großen Aufgabe stellen, drei der Kandidatinnen kommen aus dem Landkreis Kitzingen.

Katharina Schmidt aus Astheim finde es zwar schade, dass die Wahlveranstaltung verschoben wurde, jedoch sei es die richtige Entscheidung gewesen, da bei der Krönung sehr viele Menschen anwesend sein werden und die Ansteckungsgefahr hier sehr hoch ist. "Nun besteht natürlich auch die Gefahr, dass die Wahl erst im kommenden Jahr stattfindet. Bisher weiß man nicht, wie sich das Virus entwickelt und wann die Beschränkungen wieder gelockert werden", berichtet Schmidt. Auch wenn die Ernennung zur neuen Fränkischen Weinkönigin erst 2021 erfolgen sollte, will die Bewerberin aus Astheim weiter an der Krone festhalten.

Mehr Zeit zur Vertiefung

"Der Grund, wieso ich mich beworben habe, sind ja nicht die rund 400 Termine, die natürlich toll sind. Ich möchte die Region mit aller Kraft und Euphorie, die ich mitbringe, vertreten. Das ändert sich nicht, weil die Veranstaltung verschoben wurde", erzählt Schmidt fröhlich. In der zusätzlichen Zeit, die ihr jetzt bis zur Veranstaltung bleibt, nutzt sie die Chance, den ein oder anderen Fachartikel mehr zu lesen und einige Themen nochmals aufzuarbeiten.

Auch Vanessa Wischer aus Nordheim bedauert die Verschiebung des Wahlereignisses, doch habe man im Moment andere Prioritäten. In ihren Augen bringt das Coronavirus neue Herausforderungen, die Region werde diese aber super bewältigen, da die Menschen hier überwiegend zusammenhalten. "Auch, wenn die Krönung erst im kommenden Jahr stattfinden sollte, werde ich meine Bewerbung auf jeden Fall aufrechterhalten. Das Amt der Fränkischen Weinkönigin ist das Schönste, das wir hier in Franken haben, ich bin auf jeden Fall weiterhin dabei", berichtet sie.

Vorbereitungen laufen unterbewusst weiter

Momentan ist Wischer, die in Österreich studiert, zuhause bei ihrer Familie. Da ihre Eltern ein Weingut haben, ist Wein fester Bestandteil ihres Lebens. Die Vorbereitungen auf die Wahlveranstaltung laufen da eher unterbewusst weiter. "Ich freue mich auf die Zeit nach Corona, um dann richtig Vollgas zu geben", sagt Wischer.

Kimberly Langlotz, die für Dettelbach antritt, findet die Verschiebung der Wahl richtig. Laut der 20-jährigen Kandidatin steht die Bekämpfung des Virus im Vordergrund, auch wenn die Wahl der Fränkischen Weinkönigin so leicht in Vergessenheit gerate. Im Moment konzentriert sich die gelernte Winzerin auf ihre Arbeit im Weinberg. "Diese Woche haben wir Bodenproben genommen und gedüngt. Außerdem stehen noch einige Reparaturen im Weinberg an und das Rebholz wird gehäckselt. Ansonsten warten wir nun auf die Austriebe, die in zwei bis drei Wochen sprießen werden", erzählt Langlotz stolz.

Ob sie noch für ihre Kandidatur bereitsteht, wenn die Wahl erst 2021 erfolgen sollte, kann die Dettelbacherin nicht sicher beantworten. "Ich muss sehen, wann es eine Entscheidung gibt und wie mein Arbeitgeber dann mitspielt. Durch die vielen Termine fällt man doch öfter aus", berichtet Langlotz. Lust auf das Amt der Fränkischen Weinkönigin habe sie aber nach wie vor.