Die Zusage für einen besonderen, lärmreduzierenden Asphalt, der zum Lärmschutz beim sechsstreifigen Ausbau der A 3 im Bereich Mainsondheim beitragen soll, überbrachte der bayerische Innenstaatssekretär Gerhard Eck am Samstag in Dettelbach.
In einer Bürgerversammlung in Mainsondheim war im vergangenen Jahr das Thema Lärmschutz erstmals aufgekommen. Nach Lärmmessungen und einem Schreiben an Staatssekretär Eck kam es zum Ortstermin im Garten von Hans Düll. Mit dabei: Eck, MdL Otto Hünnerkopf, Bürgermeister Reinhold Kuhn und Michael Schuba von der CSU Dettelbach, der das Schreiben verfasst hatte. Sie überzeugten sich selbst von der Situation. Die Mainsondheimer meinten, dass der Lärm von der Autobahnbrücke komme, für die aber bei den Planungen zum A 3-Ausbau kein Lärmschutz vorgesehen war.

Besuch in München


"Er hat sich das angehört, ist gegangen und ich habe gedacht ich sehe ihn mein ganzes Leben nicht mehr", berichtete Düll vom Besuch des Staatssekretärs. Es kam aber anders. Im Februar 2012 besuchte er gemeinsam mit Kuhn, Schuba und Hünnerkopf Staatsekretär Eck im Innenministerium. Zugegen waren auch die Zuständigen für die Finanzierung des Autobahnausbaus. Ein drittes Mal traf Düll Eck nun am Samstag und erhielt die Nachricht von der Verwendung des speziellen Asphalts. "Wenn die Lärmreduzierung so ist, wie die Experten sagen, sind wir froh und ich möchte mich bedanken", war sein Fazit. Auch Eck zeigte sich vom Ablauf der Gespräche erfreut. "Ich war froh, dass man es mit Bürgern zu tun hatte, die nicht gleich abwehrten, sondern zu einem vernünftigen Gespräch einluden", erklärte er. "So haben wir vor Ort erleben können, wie sich das auswirkt." Dadurch habe man am Ende einiges erreicht, was nicht in den Planungen vorgesehen war.
Bürgermeister Kuhn wies darauf hin, dass sich dadurch die Situation nicht nur für Mainsondheim, sondern auch für Dettelbach und Mainstockheim verbessern wird. Dabei wird der Lärm, wie Hünnerkopf bemerkte, durch den Asphalt direkt an der Quelle bekämpft.
Die Anregungen der Stadt Dettelbach wurden nun in die Planungen zum A3-Ausbau eingearbeitet. Nach neuestem Stand wird als Fahrbahnbelag im Bereich Mainsondheim - auch bei der Mainbrücke - ein lärmarmer Splittmastixasphalt verwendet, so genannter Flüsterasphalt. Im Vergleich zur jetzigen Situation soll er den Lärm um 4 dB (A) mindern. Auch soll die Höhenlage geprüft werden, das heißt, ob die Fahrbahn so angehoben werden muss, wie geplant. Zudem wird die Verlegung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Mainsondheim und der St 2271 geprüft.