IPHOFEN

Florian bringt Orden und Autos

Ihm verdanken sie ihren Namen „Floriansjünger“ und ihm zu Ehren feiern sie Jahr für Jahr den Florianitag. Die Rede ist von den Feuerwehren und ihrem Schutzpatron, dem heiligen Florian. Vor allem in Österreich wird der Tag groß gefeiert aber auch in Bayern und in Böhmen wird der Heilige als einer von 14 Nothelfern verehrt. So auch in Iphofen. Dort war am Samstag die traditionelle Florianifeier.
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Auf sie ist Verlass: Sie zählen zu den Aktivposten der Feuerwehr Iphofen und stellen sich seit zehn, 20, 25 oder gar 40 Jahren bei der Wehr oder im Musikzug in den Dienst der guten Sache. Am Samstag wurden sie bei der Florianifeier ausgezeichnet. Foto: Foto: RALF WEISKOPF
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Ihm verdanken sie ihren Namen „Floriansjünger“ und ihm zu Ehren feiern sie Jahr für Jahr den Florianitag. Die Rede ist von den Feuerwehren und ihrem Schutzpatron, dem heiligen Florian. Vor allem in Österreich wird der Tag groß gefeiert aber auch in Bayern und in Böhmen wird der Heilige als einer von 14 Nothelfern verehrt. So auch in Iphofen. Dort war am Samstag die traditionelle Florianifeier.

Gemeinsam zogen die Feuerwehrleute zur Pfarrkirche Sankt Veit und feiert mit Stadtpfarrer Hans Reeg einen Gottesdienst, den der Musikzug der Feuerwehr umrahmte. Danach segnete der Geistliche den neuen Kommandowagen und ein Kleinalarmfahrzeug. Ersteren hatten die Iphöfer von der Feuerwehr Wolnzach (Landkreis Pfaffenhofen/Oberbayern) gebraucht erstanden. Das zweite Fahrzeug war vorher in Possenheim stationiert und wurde nach den Plänen von Kreisbrandinspektor Günter Wilhelm umgebaut.

Mit dem richtigen Werkzeug

„Wer sich für andere einsetzt, der muss auch das richtige Werkzeug dafür haben“, sagte Pfarrer Reeg. Bürgermeister Josef Mend dankte bei der Schlüsselübergabe an Kommandant Stefan Melber dem Feuerwehrverein für dessen finanzielles Engagement beim Kauf und Umbau.

Zurück im Feuerwehrhaus gab es bei Bratwürst' oder Ripple mit Kraut zahlreiche Ehrungen, Auszeichnungen und Beförderungen.

Stellvertretender Landrat Robert Finster und Kommandant Melber verliehen an Hermann Dürig, Armin Ryba, Kreisbrandinspektor Günter Wilhelm und an Kreisbrandrat Roland Eckert das Feuerwehrehrenzeichen in Gold des bayerischen Innenministers für 40 Jahre Feuerwehrdienst. Die staatliche Ehrung in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst erhielten Stefan Lenzer, Thomas Müller und Walter Stark.

Treue Musiker und Wehrleute

Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Thomas Stegmeier, zeichnete sechs Mitglieder aus, die es zusammen auf 306 Jahre Mitgliedschaft bringen. Sie erhielten die goldene Ehrennadel und wurde zu Ehrenmitgliedern ernannt. Im Einzelnen ehrte Thomas Stegmeier Karl Josef Arnold, der von seinen Feuerwehrkollegen liebevoll Onkel genannt wird und sich um den Nachwuchs verdient gemacht hat. Sieben Jahre diente Arnold in der aktiven Wehr und seither gehört er dem Musikzug an. 26 Jahre aktiven Dienst leistete Andreas Düring und auch heute noch hilft er im Musikzug aus. Auf 29 Jahre aktiven Dienst blickt Wolfgang Endres. Ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt wurden Josef Holfelder und Josef Ott, die beide 26 Jahre aktiv waren. Noch heute greifen die beiden leidenschaftlichen Musiker zum Dirigentenstab, wenn Not am Mann ist. Der sechst im Bunde war Erich Ruhl, der auf zwölf Jahre bei den Aktiven zurückblicken kann.

Für 25 Jahre Treue zum Verein erhielten Elisabeth Popp, Franz Brosch, Matthias Mend, Walter Stark, Dieter Lenzer und Thomas Müller das silberne Ehrenzeichen.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes, Matthias Hildebrandt, zeichnete Hans Scheckenbach mit der Ehrennadel in Gold mit Kranz, Diamant und Jahreszahl und dem Ehrenbrief der Bundesvereinigung deutscher Musikverbände aus. Seit 40 Jahren ist er im Musikzug als Bariton aktiv. Die Ehrennadeln in Silber des Musikbundes für 25 Jahre aktives Musizieren erhielt der Trompeter Norbert Stein. Für 20 Jahre wurde den beiden Schlagzeugern Michael Pfeuffer und Simon Scheckenbach die silberne Ehrennadel verliehen. Die Ehrennadel in Bronze für zehn Jahre Musizieren im Musikzug bekamen Alexander Albrecht (Posaune), Anna Matheus (Klarinette und Saxophon) und Jonas Weigand (Bariton).

Mehr Verantwortung

Zu Hauptlöschmeistern befördert wurden Kommandant Stefan Melber und Stellvertreterin Andrea Neubert, zu Löschmeistern Manuel Eckstein und Frank Meier. Das Ärmelabzeichen als Hauptfeuerwehrmann erhielt Andreas Müller. Oberfeuerwehrfrau, beziehungsweise Oberfeuerwehrmänner wurden Doris Düring, Alexander Holfelder und Manuel Neubert.

Titel und Abzeichen als Feuerwehrmänner dürfen ab sofort Timo Laubig, Julian Rügamer, Konstantin Rüttger, Maximilian Stark und Florian Winkler tragen.

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