MARKTBREIT

Fliegende Wünsche der Mühlenkinder

Die Kinder des Montessori Kindergartens in Marktbreit, kurz die Mühlenkinder genannt, haben eine neue Heimat. Am Samstag war Tag der offenen Tür und offizielle Eröffnung im neuen Kinderhaus in der Obernbreiter Straße Nummer 1 in Marktbreit.
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Architekt Thomas Schmucker (links) übergibt einen symbolischen Riesenschlüssel an Vereinsvorsitzenden Harald Seidler.
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Die Kinder des Montessori Kindergartens in Marktbreit, kurz die Mühlenkinder genannt, haben eine neue Heimat. Am Samstag war Tag der offenen Tür und offizielle Eröffnung im neuen Kinderhaus in der Obernbreiter Straße Nummer 1 in Marktbreit.

Der Vereinsvorsitzende des Trägervereins, Harald Seidler, erinnerte in seinem Grußwort an die Gründung der „Elterninitiative Kinderhaus Mühlenkinder“ in Marktbreit im Jahr 1992, die sich damals dem Modell „Netz für Kinder“ der Staatsregierung anschloss. Schon 1994 konnte der erste Kindergarten als „Notlösung“ in der Mühle der Familie Schwarz, die den „Mühlenkindern“ Pate stand, eröffnet werden, erinnerte sich Gründungsmitglied Hildegard Lippert.

Eine Heimat fand der Kindergarten dann in einem Gebäude der AWO am Winterseitenweg bis 2011 die Kündigung für das gemietete Gebäude kam. Man entschied sich schnell für einen eigenen Neubau. Die Suche nach einem geeigneten Bauplatz dauerte ein halbes Jahr.

Mit Hilfe des Stadtrates wurde der neue Standort unweit des alten Kindergartens, in der Obernbreiter Straße 1 gefunden. Bereits im Oktober 2011 beschloss der Verein das Bauvorhaben, im Juli 2012 wurde das alte Gebäude auf dem Grundstück abgerissen, im August 2012 war Baubeginn. Bürgermeister Erich Hegwein bezifferte die Gesamtkosten auf rund 1,2 Millionen Euro.

Der Bau kostete 1,1 Millionen, der Innenbereich 100 000 Euro, der Außenbereich 40 000 Euro, der Garten 20 000 Euro. Der Verein erbrachte Eigenleistung in Höhe von 50 000 Euro – von der Gesamtsumme hat er 370 000 Euro zu tragen, auf die Stadt entfallen 600 000 Euro, der Staat schießt 167 000 Euro zu.

Bürgermeister Erich Hegwein lobte die Zusammenarbeit mit dem Vorsitzenden Harald Seidler und dem Kassier Michael Schad. Das Haus übergab er an die „Mühlenkinder“ mit den Worten: „Liebe Kinder, das Haus gehört jetzt euch.“ An die Erwachsenen wandte er sich mit den Worten: „Es war eine Entscheidung für die Kinder, die Höhe der Investitionssumme war dabei nicht so wichtig.“

Den Schlüssel übergab symbolisch der Architekt Thomas Schmucker an den Vorsitzenden des Vereins, Harald Seidler. Nach der offiziellen Eröffnungsfeier mit vielen weiteren Grußworten, schickten die Kinder ihre Wünsche mit einem bunten Luftballon gen Himmel. Das Kind, dessen Luftballon am weitesten fliegt, gewinnt einen Hauptpreis – aber auch alle anderen Kinder, deren Luftballons gefunden und zurückgeschickt werden, gewinnen etwas. Die Gewinner werden beim St. Martins-Umzug bekannt gegeben.

Am Ende wurde alle AutofahrerN noch um besonders rücksichtsvolle und vorsichtige Fahrweise in der Obernbreiter Straße und der Bachgasse gebeten.

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