Rödelsee

Firma hält Schwanberg-Seilbahn für wirtschaftlich möglich

Zwei Themen beherrschten die Bürgerversammlung in Rödelsee: Seilbahn und Hunde-DNA. Während die Datenbank sicher nicht kommt, träumt Rödelsee immer noch von der Bahn.
Artikel drucken Artikel einbetten
Rödelsees Bürgermeister Burkhard Klein könnte sich immer noch eine Seilbahn auf den Schwanberg vorstellen.  Foto: Gerhard Krämer (Archiv)

An zwei Themen kam Bürgermeister-Stellvertreter Horst Kohlberger in der Rödelseer Bürgerversammlung nicht vorbei: Seilbahn und Hunde-DNA. Auch auf Gerüchte und der Erweiterung des Betriebs Knettenbrech und Gurdulic ging er in Vertretung von Bürgermeister Burkhard Klein ein.

Aktuell gebe es zum Thema Seilbahn nichts Neues. Hintergrund der Überlegung sei grundsätzlich die Einsparung von Kohlendioxid. Bei 220 000 Fahrzeugen und geschätzten 440 000 Tagesgästen pro Jahr würden sich mit einer Seilbahn 18 Tonnen Kohlendioxid im Jahr einsparen lassen. Die Firma Doppelmayr, ein Weltmarktführer in diesem Bereich, hält laut Kohlberger die Einrichtung einer Seilbahn am Schwanberg mit den bisher schon vorhandenen Besucherzahlen für wirtschaftlich möglich. Die Firma beziffert die Gesamtkosten derzeit inklusive Parkplatz, Bau, Planung und Nebenkosten auf etwa elf Millionen Euro. Wie viel die Sanierung der Kreisstraße auf den Schwanberg kostet, sei noch nicht bekannt. Die Seilbahn könnte mit zwei Stützen verwirklicht werden. Denkbar seien 70er-Gondeln.

Keine Datenbank für Hundkacke

Immer wieder sei die Lärmentwicklung auf dem Gelände von Knettenbrech und Gurdulic, die erweitern möchten, bei Fröhstockheim ein Thema. Hier sei man mit der Firma im Gespräch. Die ausgewerteten Ergebnisse einer aktuellen Lärmmessung stünden noch aus, sagte Kohlberger

Ein großer Aufreger sei auch die Hunde-DNA gewesen, die letztlich an den Einwänden des Landesdatenschutzbeauftragten gescheitert sei. Da nicht alle Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner beseitigten, appellierte Kohlberger an die Vernunft der Hundehalter für ein gutes Miteinander. "Es ist zu überlegen, ob wir den öffentlichen Raum mit Kameras überwachen lassen, um empfindliche Bußgelder aussprechen zu können", meinte Kohlberger.

Bereits im Februar hatte sich Bürgermeister Klein zu den vielfältigen Gerüchten in der Gemeinde geäußert. Zu Gerüchten um die Zukunft von Schloss Crailsheim gebe es keine Kommentare. Kohlberger erklärte, mit der GWF in Verbindung zu stehen. Er bat, keine weiteren, "unsinnigen Gerüchte" in die Welt zu setzen, insbesondere am Stammtisch. Vielmehr solle man sich direkt an den Bürgermeister oder die Gemeinderäte wenden oder Gemeinderatssitzungen besuchen.

Rödelsee wächst

Weitere Themen waren die Blühflächen in der Gemeinde, die positiven Auswirkungen der Kommunalen  Allianz Südost 7/22 für Rödelsee, die Jugendarbeit, der Kindergarten, die Spielplätze, die Seniorenarbeit, der Tourismus, der Bauhof, die Kanalsanierungen, die Kommunale Verkehrsüberwachung, der Löwenhof, die Lärmschutzverordnung oder die Internetversorgung. Erfreulich auch: "Rödelsee wächst." Horst Kohlberger betonte, dass dies sehr erfreulich sei, zumal dies nicht nur durch Zuzug, sondern in den vergangenen Jahren durch hohe Geburtenzahlen geschehe. Durch den Zuzug von Neubürgern habe man die Lebensqualität nicht nur erhalten, sondern steigern können.

Knapp 30 Prozent der Menschen in der Gemeinde seien unter 30 Jahre alt, die stärkste Altersgruppe sei die zwischen 51 und 60 Jahren, über 80 Jahre seien es fünf Prozent. Rödelsee habe eine gute Durchmischung, gelte aber aktuell als junge Gemeinde. Generell würden in der Gemeinde gerade junge Familien unterstützt.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.