Mainbernheim

Feuerwehralarmruf geht künftig aufs Handy

Kurz vor der Sommerpause standen im Stadtrat Mainbernheim eher organisatorische Themen auf der Tagesordnung: Ein neues System zur SMS-Alarmierung und ein Notstromaggregat sollen für die Feuerwehr beschafft werden.
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Kurz vor der Sommerpause standen im Stadtrat Mainbernheim eher organisatorische Themen auf der Tagesordnung: Ein neues System zur SMS-Alarmierung und ein Notstromaggregat sollen für die Feuerwehr beschafft werden.

Kommandant Christian Zimmermann informierte das Gremium, dass die etwa 30 Jahre alten Funkpiepser inzwischen eine relativ teure Sache für die Stadt geworden seien, da sie oft kaputt gingen und nicht immer reparabel seien. Das Alarmsystem „Blaulicht-SMS“, ein moderner Alarmierungs- und Informationsdienst für Einsatzorganisationen, soll nun probeweise angeschafft und parallel zum Funkpiepser getestet werden. Der Alarm wird per App und SMS an einfache Mobiltelefone oder Smartphones der Einsatzkräfte gesendet. Solche Systeme empfehle auch die Leitstelle in Kitzingen. Rödelsee arbeite bereits problemlos mit einem ähnlichen System. Ein weiterer Vorteil: „Blaulicht-SMS“ funktioniere mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit auch bei einer Umstellung auf digitalen Betrieb. Ein Risiko geht die Stadt damit nicht ein: Die Kosten liegen insgesamt unter den bisherigen Kosten, zudem seien die ersten vier Monate im Testbetrieb kostenlos. Danach sei eine monatliche Kündigung möglich.

Weitere Punkte auf der Tagesordnung waren:

-?Zwei Schnell-Ladesäulen für Elektrofahrzeuge werden in Mainbernheim aufgestellt. Die Stadt wird dem E-Werk Mainbernheim dafür Grundstücke am Schießhausplatz und am Parkplatz Kitzinger Straße zur Verfügung stellen.

-?Bei einem Vorgespräch mit der Regierung von Unterfranken wird Bürgermeister Peter Kraus folgende Projekte für 2019 vorbesprechen: Gestaltung des Stadtmauervorbereiches beim Anwesen Nürnberger Straße 2, Umgestaltung und Sanierung des Turngartens an der nördlichen Stadtmauer, Maßnahmen aus dem Stadtboden- und Parkkonzept vor allem für die Herrnstraße, Sanierung des Pulverturms zur Nutzung als Albergo diffuso sowie Erwerb und Sanierung weiterer Gebäude im Altort. Auf Wunsch einiger Stadträte soll auch die Sanierung des Weidtenturms mit angesprochen werden. Kraus hält eine Realisierung aus Kostengründen erst in drei bis vier Jahren für umsetzbar. Über die Reihenfolge, welches Vorhaben wann umgesetzt werden soll, will das Gremium zu einem späteren Zeitpunkt diskutieren.

-?Das Stadtoberhaupt informierte über ein Informationsgespräch bei der Industrie- und Handelskammer in Würzburg zur Organisation des Tourismusprojektes „Albergo diffuso“. Für den Aufbau des Projektes sollten vorhandene Strukturen für Rezeption, Service und Frühstück genutzt werden. Eine Gesellschaftsform soll nach dem Willen der Stadträte zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden, wenn mindestens eines der Initialobjekte – etwa der Pulverturm – für die Vermietung an Touristen zur Verfügung stehe.

-?Die Stadt verlängert eine bestehende Rechtsschutzversicherung des Bayerischen Gemeindetages mit einem Selbstbehalt von 1000 Euro. Der Beitragssatz liege bei 0,90 Euro je Einwohner und damit zehn Prozent unter den bisherigen Kosten.



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