Wiesentheid

Feuerwehr übt Unfallrettung - damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt

Die Feuerwehr Wiesentheid muss immer wieder zu schwerten Unfällen ausrücken. Deshalb stellten sich Einsatzkräfte jetzt einer anschaulichen Herausforderung, die es in sich hatte.
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Während der Einsatzübung zur Menschenrettung aus verunfallten Fahrzeugen, gingen die Teilnehmer der Wiesentheider Feuerwehr genau nach Plan vor. Foto: Feuerwehr
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Wegen der Nähe zu Autobahn und Bundesstraße gehören schwere Verkehrsunfälle immer wieder zum Aufgabenspektrum der Wiesentheider Stützpunktwehr. Deshalb sollte eine Einsatzübung zur Menschenrettung aus Unfallfahrzeugen für alle Teilnehmer eine anschauliche Herausforderung darstellen, hieß es in einer Pressemitteilung. In der S-Kurve der Korbacherstraße hatte Wiesentheids Kommandant Michael Rückel deshalb gleich drei Unfallszenarien zur Menschenrettung aus deformierten Autos nachstellen lassen und die Aktiven der Stützpunktwehr und der Feuerwehr Untersambach damit konfrontiert.

Unfallszenario eins war ein Frontalaufprall auf die Trafostation. Die Feuerwehrler aus Untersambach retteten, unter Beachtung des Eigenschutzes aufgrund der Stromrisiken, die Fahrzeuginsassen mit der Rettungsschere. Bei Situation zwei war das Auto in der Kurve umgekippt und mit dem Dach gegen eine Straßenlaterne geprallt. Das Dach war nach innen eingeknickt. Mit dem Greifzug stabilisierten die Übungsteilnehmer das Fahrzeug, ließen es auf die Räder ab und schufen so einen Rettungsraum. Mit Hilfe von Rettungsschere und Rettungszylinder konnten die eingeklemmten Personen befreit werden.

Die dritte Übung befasste sich mit den Anforderungen eines Unterfahrunfalls. Dabei war ein Auto, wegen zu hoher Geschwindigkeit unter die Ladeschaufel eines Radladers geraten. Mit hydraulischen Stempeln konnte  der Radlader angehoben und das Fahrzeug mit der Seilwinde des Rüstwagens hervorgezogen werden. Unter Einsatz der Rettungsschere und des Rettungsspreizers erfolgte die Befreiung der Fahrzeuginsassen. 

Wiesentheids Feuerwehrreferent im Marktgemeinderat Erwin Jäger war während der Einsatzübung kritischer Beobachter und dankte in der Abschlussbesprechung allen Einsatzkräften für ihren professionellen Übungsdienst, der im Ernstfall Leben rettet. 

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