Volkach

Ferienpass: Kröten und Fische streicheln ist das Größte

Bei der Volkacher Ferienpass-Aktion lernten Kinder in der Fischzucht Gerstner, wie Fische leben, wie man sie ausnimmt und zubereitet. Sie durften alles selbst ausprobieren.
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Ferienprogramm in Volkach: Beim Besuch der Fischzucht Gerstner durften die Kinder auch Fische ausnehmen.
Foto: Maria Faiß
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Man hört sie schon von weitem: Kinder, die über das Feld vor der Fischzucht laufen, das Ganze im Rahmen der Ferienpassaktion in Volkach. Die Kinder waren am morgen, mit einigen Eltern als Betreuern, auf einer Wanderung in der Mainschleifenregion. Jetzt haben sie ihr Ziel erreicht: die Fischzucht Gerstner unter der Leitung von Michaela Gerstner-Scheller. Sie nimmt die Kinder herzlich in Empfang und führt sie zu den großen Fischbecken auf dem Hof der Zucht.

Dort erklärt Gerstner-Scheller, dass sich unter anderem Saiblinge, Waller, Aale, Forellen und Kois im Teich befinden, welche Aufgaben sie haben und dass der Betrieb Speise- und Zierfische züchtet. Die Kinder lauschen gespannt und stellen jede Menge Fragen, dennoch können es die meisten nicht abwarten, selbst tätig zu werden.

Die Kinder dürfen Fische fangen

Nachdem so einiges theoretisch erklärt wurde, dürfen die Kinder jetzt an die großen Fischbecken und aus jedem ein paar Exemplare fangen. Dafür schleppen sie mit Begeisterung große Eimer und Wannen, um dann mit einem Kescher die zappligen Tiere aus dem Wasser zu fischen. Es ist alles dabei: Kaulquappen, Frösche, Fische. Auch wenn es alle etwas Überwindung kostet, möchte doch jeder einen Fisch anfassen und einen Frosch in die Hand nehmen.

Der kleine Benno ist begeistert: „Mir hat bei der Fischzucht das Streicheln der Kröten am besten gefallen.“ Von den gefangenen Fröschen sind am Ende nicht mehr viele da. Die flinken Tiere haben ihre Chance genutzt und sind davon gehüpft. Das ist aber nicht schlimm; in der Fischzucht gibt es viele von ihnen. Sie werden hauptsächlich für die Fütterung der Fische verwendet. 

Vom Becken auf den Grill

Jetzt stellt sich die Frage: Wer möchte beim Schlachten und Ausnehmen der Tiere helfen? Überraschenderweise wollten, bis auf ein Mädchen, alle mit in den Schlachtraum. Die Gruppe schaut gebannt zu, wie Gerstner-Scheller einen Fisch putzt. Anschließend dürfen die Kinder selbst Fische ausnehmen und auswaschen. Elias hat das sogar am meisten Spaß gemacht. Beim Würzen und Zubereiten zeigen auch die Eltern Interesse. Während die Fische gegrillt werden, spielen die Kinder ausgelassen auf dem Hof. Am Ende folgt das gemeinsame Mittagessen. 

Tipps für das Zubereiten von frischem Fisch
Wer mit lebendigem Fisch arbeitet, sollte ihn vor dem Ausnehmen mit einem Schlag auf den Kopf betäuben und einen tiefen Schnitt hinter den Kiemen setzen.
Dann zieht man vom Kopf bis zur Schwanzflosse einen langen Schnitt am Bauch des Fisches. Anschließend sollten alle Innereien entfernt und der Fisch unter fließendem Wasser gründlich ausgewaschen werden.
Wichtige Zutaten beim Zubereiten eines Fisches sind Säure (Zitrone, Limette) und Salz.
Auch Kräuter (Thymian, Petersilie, Rosmarin), Knoblauch und ganze Zitronenscheiben eignen sich für eine Füllung.
Zum Schluss wird der Fisch gegart: auf dem Grill, im Ofen oder in der Pfanne. Die Zubereitungsdauer hängt von der Art und der Größe des Fisches ab.
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