DETTELBACH

Feiern im historischen Gemäuer

Das historische Rathaus von Dettelbach ist ein gern gewählter Ort für Veranstaltungen jeglicher Art, und das wird auch zukünftig so bleiben. Was sich nach der Stadtratsitzung am Montagabend ab sofort ändern wird, sind die unterschiedlichen Nutzungsarten. Auch in Zukunft kommen die Dettelbacher Vereine in den Genuss, weniger zu zahlen als das Gewerbe und auswärtige Veranstalter. An den grundsätzlichen Gebühren änderten die Räte nichts.
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Beliebter Ort für Veranstaltungen: Für die Benutzung des historischen Rathauses in Dettelbach hat der Stadtrat die Mietgebühren neu geregelt. Foto: Foto: Torsten Schleicher

Das historische Rathaus von Dettelbach ist ein gern gewählter Ort für Veranstaltungen jeglicher Art, und das wird auch zukünftig so bleiben. Was sich nach der Stadtratsitzung am Montagabend ab sofort ändern wird, sind die unterschiedlichen Nutzungsarten. Auch in Zukunft kommen die Dettelbacher Vereine in den Genuss, weniger zu zahlen als das Gewerbe und auswärtige Veranstalter. An den grundsätzlichen Gebühren änderten die Räte nichts.

Was dem Gremium das größte Kopfzerbrechen bereitete, war ein winzig kleiner Zusatz im Beschlussvorschlag, den Bürgermeisterin Christine Konrad dem Rat vorgelegt hatte. Demnach hätten die Dettelbacher Vereine nur dann bevorzugt behandelt werden sollen, wenn sie den Zusatz „e. V.“, also eingetragener Verein, in ihrem Vereinsnamen führen. Das löste nicht nur bei CSU-Sprecher Marcel Hannweber Stirnrunzeln aus. „Wir haben hier mehrere Vereinigungen, die eben keine eingetragenen Vereine sind“, stellte er fest, „wie sollen die nun behandelt werden?“ Man könne ja grundsätzlich das „e. V.“ streichen, ergänzte SPD-Sprecher Manfred Berger, „dafür sollte der Verein mindestens ein Jahr bestehen“. Für einen grundsätzlichen Verzicht auf das „e. V.“ plädierte auch Helmut Kapp (Mainsondheimer Lis-te), wegen den Traditionsvereinen wie den Burschenschaften.

Nach einiger Diskussion dröselte die Bürgermeisterin die unterschiedlichen Anträge auf und alle Antragsteller wollten auf das „e. V.“ verzichten. Bergers Antrag, dass ein Verein ein Jahr lang bestehen muss, fiel mit 7:12 durch. Noch deutlicher abgelehnt wurde Hannwebers Antrag auf Nachweis eines funktionierenden Vorstands (4:15). Letztlich stimmten die Räte mit 12:7 für den Antrag von Ralf Peckmann (Freie Wähler), dass ein Dettelbacher Verein den Nachweis der Gemeinnützigkeit vorlegen muss, um in die kostengünstigste Kategorie zu gelangen.

In der Vergangenheit hatten sich wegen unklarer Formulierungen Probleme ergeben, was die Art der Veranstaltung anging. So hätte man eine Vorgabe der Stadt so verstehen können, dass sowohl für kulturelle Veranstaltungen der Dettelbacher Vereine als auch für die der auswärtigen Veranstalter der günstigste Preis gegolten hätte. Deshalb machte der Rat eine Zäsur und stellte drei Unterteilungen auf: Dettelbacher Vereine, Dettelbacher Gewerbe einschließlich private Feiern und auswärtige Veranstalter/Veranstaltungen.

Als weitere Neuerung können grundsätzlich beide Säle (Fest- und Bürgersaal, in zwei Stockwerken) gemeinsam gebucht werden. Es ist auch möglich, den Festsaal allein zu mieten, aber nicht den Bürgersaal allein, weil dieser nur durch den Festsaal erreicht werden kann. Unverändert bleibt beim Mietpreis die Unterscheidung zwischen Sommerhalbjahr (15. April bis 14. Oktober) und Winterhalbjahr (15. Oktober bis 14. April).

Nach wie vor bleibt die Nutzung des Flügels kostenfrei, allerdings kann dieser nur im Festsaal stehen.

Mietgebühren für das Rathaus Dettelbach

Neue Nutzung mit Mietgebühren (inklusive Nebenkosten)

Dettelbacher Vereine (Nachweis Gemeinnützigkeit)

Sommerhalbjahr (15. April bis 14. Oktober): Festsaal 160 Euro, Zuschuss Stadt 60 Euro, zu zahlen: 100 Euro. Fest- und Bürgersaal: 150 Euro.

Winterhalbjahr (15. Oktober bis 14. April): 220 Euro, Zuschuss Stadt 120 Euro, zu zahlen: 100 Euro. Fest- und Bürgersaal: 180 Euro.

Dettelbacher Gewerbe und private Feiern:

Sommer, Festsaal: 200 Euro, Fest- und Bürgersaal: 250 Euro.

Winter, Festsaal: 260 Euro, Fest- und Bürgersaal 340 Euro.

Auswärtige Veranstalter und Veranstaltungen:

Sommer, Festsaal: 320 Euro, Fest- und Bürgersaal: 370 Euro.

Winter, Festsaal: 380 Euro, Fest- und Bürgersaal: 460 Euro.

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