KITZINGEN

Fehrer wächst: mehr Umsatz und Ertrag

Nach den Turbulenzen um die Schließung der Produktion in Kitzingen und die einst geplante Entlassung von bis zu 500 Mitarbeitern zieht der Automobilzulieferer Fehrer nun eine positive Bilanz für 2013. Der Sitzschaum- und Fahrzeuginterieur-Spezialist hat laut Pressemitteilung sein operatives Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Der Umsatz habe sich um acht Millionen Euro erhöht.
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Nach den Turbulenzen um die Schließung der Produktion in Kitzingen und die einst geplante Entlassung von bis zu 500 Mitarbeitern zieht der Automobilzulieferer Fehrer nun eine positive Bilanz für 2013. Der Sitzschaum- und Fahrzeuginterieur-Spezialist hat laut Pressemitteilung sein operatives Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Der Umsatz habe sich um acht Millionen Euro erhöht.

Die Neustrukturierung, die Fehrer 2013 vorangetrieben hatte, „hat noch im selben Jahr erste deutliche Effekte auf unser Ergebnis gezeigt“, sagte Tom Graf, Vorsitzender der Fehrer-Geschäftsführung. Nach seiner Darstellung werden sich diese positiven Entwicklung „in den nächsten zwei Jahren“ noch verstärken.

Ergebnis des Umbaus der Fehrer-Gruppe ist laut Pressetext eine Umsatzsteigerung auf 433 Millionen Euro (2012: 425 Millionen). Gleichzeitig sei die Bankverschuldung um knapp ein Viertel auf einen zweistelligen Millionenbetrag reduziert worden. Für die nächsten Jahre rechnet Fehrer mit weiterem Wachstum.

Die Restrukturierung hatte in der Region für viel Wirbel gesorgt: Anfang März 2013, als eine Schließung der Produktion in der Diskussion war, standen laut Medienberichten bis zu 500 Arbeitsplätze im Feuer. Wenig später sprach die Unternehmensleitung von 400 gefährdeten Jobs.

Die Zahlen schmolzen in der Folgezeit weiter. Große Demos, die Einflussnahme der Politik und der Druck der Gewerkschaft IG Metall führten schließlich zu einem Sozialplan, der 214 Entlassungen vorsah. Selbst diese Zahl war Anfang dieses Jahres nicht mehr gültig. Fehrer sprach da in einer Presse-Info davon, die „Zahl der abzubauenden Arbeitsplätze in Kitzingen auf 180 reduziert“ zu haben.

Die Einschnitte in Kitzingen sind nicht die einzigen, die wohl mit zur wirtschaftlichen Gesundung von Fehrer geführt haben. Im Zuge der Restrukturierung war die Schließung des Produktionsstandorts Leipzig – mit 120 Jobs – beschlossene Sache.

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