Wiesenbronn

Fast 400 Unterschriften für Erhalt des Wiesenbronner Krämerladens

"Wiesenbronn braucht wieder einen Kaufladen." So heißt es auf den Unterschriftenlisten, mit denen Lydia und Romuald Pfrang, Claudia und Matthias Djuren durch das Dorf ziehen.
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Claudia Djuren, Lydia Pfrang, Romuald Pfrang und Matthias Djuren übergaben 397 Unterschriften für den Fortbestand des Wiesenbronner Lebensmittelladens an Bürgermeisterin Doris Paul Foto: Winfried Worschech

"Wiesenbronn braucht wieder einen Kaufladen", hieß es auf den Unterschriftenlisten, mit denen Lydia und Romuald Pfrang, Claudia und Matthias Djuren durch das Dorf gezogen waren, um für den Fortbestand des "Krämerladens" zu werben. Dieser wurde, wegen des Insolvenzverfahrens gegen die Fritz Krämer GmbH & Co KG, zu der auch der Agrarhandel in Kleinlangheim und der Lebensmittelladen in Wiesenbronn gehören, geschlossen. Das Interesse der Wiesenbronner an der Lebensmittelversorgung vor Ort war groß: 397 Unterschriften kamen zusammen. Bei knapp über 1000 Einwohnern sind das fast 40 Prozent. Bürgermeisterin Doris Paul nahm die Listen am Donnerstagabend entgegen.

Aktivisten fordern Unterstützung durch Gemeinderat

Nach Ansicht der vier  Aktivisten der Initiative "pro Laden" würde der Ort, ohne ein Lebensmittelgeschäft, an Wertigkeit und Attraktivität verlieren. "Das ist der Grund, weshalb wir als Bürger von Wiesenbronn eine Unterstützung seitens der Gemeinde zum Erhalt einer Einkaufsmöglichkeit vor Ort fordern", sagten sie. Deshalb solle noch in diesem Jahr gehandelt werden.

In ihrer Stellungnahme machten sie deutlich, dass der Laden auch ein Argument dafür sei, dass sich junge Familien Grundstücke oder Häuser in Wiesenbronn kauften. In Zeiten des demografischen Wandels, in denen immer mehr Mitbürger ein hohes Alter erreichen, werde es immer wichtiger, sich am Wohnort selbst versorgen zu können.

Arbeitsgruppe soll gegründet werden

Uns liegt viel daran, dass der Laden weiter läuft", erklärte Bürgermeisterin Doris Paul. Deshalb habe sie im Gemeindebrief zur Beteiligung an einer Arbeitsgruppe mit dem Thema "Nahversorgung" aufgerufen. In dieser Gruppe könne über alternative Möglichkeiten beraten werden, falls der Laden am derzeitigen Ort doch nicht weiter geführt werden könne. Dazu gehöre auch die Diskussion zur Gründung einer Genossenschaft, die sich um die Lebensmittelversorgung an einer anderen Stelle Gedanken mache.

"Wir müssen uns zusammen setzen und schauen, was möglich ist", so Doris Paul. Sie bedauerte, das Ende des Ladens, der 20 Jahre gut gelaufen sei und auch so etwas wie ein Treffpunkt gewesen sei. Zum derzeitigen Stand der Dinge konnte die Bürgermeisterin noch keine Aussagen machen:  "Das ist Sache der Insolvenzverwaltung. Das Verfahren läuft  und wie es weiter geht, steht leider noch in den Sternen".

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