DETTELBACH/WÜRZBURG

Farbe und Formen stechen ins Auge

Kakteen, Sukkulenten und andere Exoten in tausendfacher Variation gab es am Wochenende in der Dettelbacher Frankenhalle zu sehen. Nach 15 Jahren Abstinenz hat der Verein für Kakteen- und Pflanzenkunde Würzburg wieder eine große Pflanzenschau organisiert.
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Bunte, stachlige Vielfalt: „Die Besucher der Kakteenschau in der Frankenhalle in Dettelbach hatten an zwei Tagen Gelegenheit zu kaufen, sich über die Welt der Exoten zu informieren oder die bunte Vielfalt einfach nur zu genießen. 33 Aussteller zeigten mehrere zehntausend Exponate.
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Kakteen, Sukkulenten und andere Exoten in tausendfacher Variation gab es am Wochenende in der Dettelbacher Frankenhalle zu sehen. Nach 15 Jahren Abstinenz hat der Verein für Kakteen- und Pflanzenkunde Würzburg wieder eine große Pflanzenschau organisiert.

1999 gab es die letzte Ausstellung des Vereins für Kakteen- und Pflanzenkunde, Ortsgruppe Würzburg. Seither ist es nicht mehr gelungen, eine solche Schau auf die Beine zu stellen. Jetzt war es wieder so weit. Die Würzburger Kakteenfreunde unter ihrem Vorsitzenden Thomas Schürrer legten sich mächtig ins Zeug und bereiteten eine eindrucksvolle Schau vor.

33 Aussteller aus ganz Deutschland, aus den Niederlanden und der Tschechischen Republik, machten die Ausstellung mit mehreren zehntausend Exponaten nach Aussage von Schürrer „zur größten Veranstaltung dieser Art in Bayern“. Und nicht nur die Präsentation der Pflanzenvielfalt, sondern auch Verkauf, Beratung und Fachvorträge gehörten zum Programm des zweitägigen Ereignisses.

Während am Samstag vor allem das Fachpublikum aus ganz Deutschland zum Schauen, Kaufen, Meinungsaustausch und zu den diversen Vorträgen kam, überwogen am Sonntag eher die Besucher, die sich an der bunten und stachligen Vielfalt erfreuen wollten. Mit dieser Ausstellung wollte der Verein nicht nur einen Einblick in die Arbeit seiner Mitglieder ermöglichen, Ziel sollte es nach Aussage Schürrers auch sein, den Verein stärker in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Einen Teil der Einnahmen will der Verein über die Streetbunnycrew, die als rosa Hasen auf Motorrädern auf einer Spendenfahrt unterwegs sind, der Erforschung von Rheuma bei Kindern zur Verfügung stellen. Ein anderer Teil geht an die Station Regenbogen der Uni Würzburg für krebskranke Kinder.

Thomas Schürer, der Vorsitzende der Kakteenfreunde Würzburg hat sein Hobby quasi geerbt. Schon der Großvater war vom Kakteenvirus infiziert und begründete somit die Schürrersche Kakteendynastie. Der Vater gab das Interesse an den Sohn weiter und auch dessen Kinder steigen bereits in das Milieu ein. Zwei Gewächshäuser mit mehr als 2000 Pflanzen wollen versorgt sein. Da gilt es, Unkraut zu entfernen, Pflanzen umzutopfen, auf Schädlingsbefall zu kontrollieren und – obwohl Kakteen als wahre Wasserspeicherkünstler bekannt sind – wöchentlich einmal zu gießen. So ist Schürrer im Schnitt täglich mindestens eine Stunde, im Sommer mehr, im Winter weniger, mit seinem Hobby beschäftigt. Dazu komm noch eine Reihe organisatorischer Aufgaben, die er als Vereinsvorsitzender zu erfüllen hat. Die meisten seiner Pflanzen stammen ursprünglich aus Mexiko. Besonders angetan ist Schürrer immer wieder von seinen über drei Meter hohen Säulenkakteen.

Interesse? Bei wem die Ausstellung das Interesse an Kakteen geweckt hat, der kann zu den monatlichen Treffen der Würzburger Kakteenfreunde jeden dritten Samstag im Monat um 19 Uhr in das Gasthaus zum Hirschen nach Lengfeld kommen.

Weitere Informationen gibt es per E-Mail auch unter kakteenfreunde-wuerzburg@t-online.de

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