Mönchsondheim

Falscher Führerschein in China

Das Mönchsondheimer Paar Kerstin Hüllmandel und Albert Knaus ist gerne in der Weltgeschichte unterwegs. Nach mehreren Wanderritten – unter anderem auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela – ging es im April in einer Reisegruppe mit dem Wohnmobil nach China. Ein 28 000-Kilometer-Abenteuer, über das wir in loser Folge berichten. Die Abenteurer befinden sich gerade auf dem Rückweg.
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28 000-Kilometer-Trip: Kerstin Hüllmandel und Albert Knaus. Foto: Foto: Knaus

Das Mönchsondheimer Paar Kerstin Hüllmandel und Albert Knaus ist gerne in der Weltgeschichte unterwegs. Nach mehreren Wanderritten – unter anderem auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela – ging es im April in einer Reisegruppe mit dem Wohnmobil nach China. Ein 28 000-Kilometer-Abenteuer, über das wir in loser Folge berichten. Die Abenteurer befinden sich gerade auf dem Rückweg.

Frage: Wie geht es den Menschen?

Albert Knaus: Uns Eurasiern geht es prima!

. . . und wie der Maschine?

Knaus: Der MAN schnurrt wunderbar dahin – echt zuverlässig.

Wo genau sind Sie gerade?

Knaus: Auf dem Weg in die Heimat, derzeit in unserer Wahlheimat Böhmen.

Wie viele Tage sind Sie jetzt unterwegs?

Kerstin Hüllmandel: Genau 165 Tage.

Wann ist die Heimkehr geplant?

Knaus: Ende Oktober.

Der bisher schönste Moment?

Hüllmandel: Die menschenleeren, riesigen Hochebenen Chinas mit über 3000 Meter Seehöhe und bester Vegetation.

Dumm gelaufen ist . . .

Hüllmandel: . . . das Steckenbleiben in einer ganz normalen nassen Wiese.

Gefährlich war es . . .

Knaus: . . . auf den ersten Blick eigentlich nie, aber die sporadischen Geisterfahrer in China haben uns ganz schön gestresst. Allerdings – die korrupten Polizisten in Kasachstan haben uns echt große Angst um Leib und Leben oder Knast gemacht.

Das hatten wir uns anders vorgestellt . . .

Knaus: . . . die 'Führerscheinprüfung' in China – die wohl 300 US-Dollar kostet, aber keinerlei Prüfung beinhaltet. Die Herzlichkeit der Chinesen hat uns sehr positiv überrascht.

Das ungewöhnlichste Essen?

Hüllmandel: Spinnen, Skorpione, Mehlwürmer und Seepferdchen.

Die schönste Begegnung?

Hüllmandel: Der Schäfer in der Mongolei, der uns selbst gemachten Käse schenkte.

Wie sehr schlaucht so eine Tour – kommt man an seine Grenzen?

Knaus: Aber Hallo, die Kilometer, die Schlaglöcher, das Fahren über fast 4000 Meter und die Hitze machen einen öfter fertig als man möchte. Die Belastungsgrenzen werden oft angetastet.

Was wir vermissen . . .

Knaus: Deutsches Bauernbrot.

Daheim werden wir als erstes . . .

Hüllmandel: . . . die Familie, Freunde und unsere Pferde besuchen.

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