Aschaffenburg
Betrug

Falsche Enkel ergaunern 1000 Euro

Nachdem so genannte Enkeltrickbetrüger beziehungsweise Schockanrufer in den zurückliegenden Wochen in Unterfranken zumeist leer ausgingen, waren Sie am Ostersonntag leider wieder einmal erfolgreich.
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Symbolbild: FT-Archiv
Symbolbild: FT-Archiv
In Aschaffenburg brachten sie mit der Enkeltrickmasche einen 83-Jährigen dazu, ihnen 1000 Euro auszuhändigen. In einem weiteren Fall wurde der Betrug erfreulicherweise durchschaut.

Der Rentner hatte um 14.30 Uhr einen Anruf von einem Mann erhalten, der sich als sein Sohn ausgab und ihn in der Folge 90 Minuten ununterbrochen in der Leitung hielt. Der Anrufer erklärte, er habe einen Unfall verursacht, bei dem ein Mädchen am Kopf verletzt wurde. Für die Schadensregulierung benötige er nun eine größere Summe an Geld. Der 83 -jährige wurde aufgefordert, zur Bank zu gehen, um dort Geld zu besorgen.

Der Rentner kannte die Masche leider noch nicht und ging zu einem Geldautomat, wo er aber nur 1000 Euro abheben konnte. Auch hierbei stand er mit dem Anrufer in ständigem telefonischem Kontakt. Als er wieder zu Hause war, kam der angebliche Vater des verletzten Kindes, dem der Rentner dann das Geld übergab.

Dass er Opfer von Betrügern wurde, hat sich für den Senior dann etwa 30 Minuten später herausgestellt, als er seine Enkelin anrief. Danach wurde die Polizei verständigt, die sofort eine Fahndung einleitete, die allerdings nicht mehr erfolgreich war.

Der Geldabholer wird wie folgt beschrieben: Er ist etwa 1,70 Meter groß, etwa 20 Jahre alt und schlank. Er sprach Englisch und trug ungepflegte Kleidung.

In einem weiteren Fall, wo sich ein Unbekannter am Ostersonntag gegen 13.15 Uhr ebenfalls mit dieser Masche am Telefon gemeldet hatte, erkannte der Angerufene aus Aschaffenburg den Schwindel sofort. Das potentielle Opfer hatte bereits vor einigen Monaten mit Enkeltrickbetrügern Erfahrungen gemacht, wobei aber schon damals kein Schaden eingetreten war.

Wie die Fälle vom Ostersonntag zeigen, bleiben die Betrüger mit ihrer Masche weiter auch in Unterfranken aktiv. Die unterfränkische Polizei wiederholt noch einmal ihre dringende Warnung, nicht auf diese am Telefon gestellten Geldforderungen einzugehen. Wichtig ist, immer die Polizei zu verständigen, wenn solche Anrufe auflaufen. pol
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