KITZINGEN

Falsch herum durch Australien

Einmal quer durch Australien – Maximilian Semsch (31) erfüllte sich diesen Traum 2012. Mit einem E-Bike ging es 16 000 Kilometer um den australischen Kontinent. Über die siebenmonatige Reise berichtete er am Sonntag, 8.
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Einmal quer durch Australien: Maximilian Semsch. Foto: Foto: Semsch

Freitags-Fragen

Einmal quer durch Australien – Maximilian Semsch (31) erfüllte sich diesen Traum 2012. Mit einem E-Bike ging es 16 000 Kilometer um den australischen Kontinent. Über die siebenmonatige Reise berichtete er am Sonntag, 8. Februar, um 17 Uhr in einem Live-Diavortrag in der Alten Synagoge in Kitzingen.

Frage: Durch Australien mit dem Rad – wie kommt man darauf?

Maximilian Semsch: Meine erste große Reise startete ich 2004 mit Bus und Bahn. Ich habe gemerkt, dass mir diese Art des Reisen nicht gefällt, da ich an allem vorbei rase. Deshalb habe ich mir in China ein Fahrrad gekauft und bin damit drei Jahre durch die Welt gefahren. Diesem Transportmittel bin ich bis heute treu geblieben. Und Australien stand schon lange auf meiner Wunschliste.

Wie lange dauerte die Reise?

Semsch: Ich war 187 Tage unterwegs und fuhr 16 047 Kilometer, einmal von Sydney nach Sydney.

Höhepunkt war . . .

Semsch: Unsere Hochzeit barfuß am Strand bei Sonnenuntergang. In Australien war meine Lebensgefährtin Marion dabei, kurz vor Ende der Reise gaben wir uns das Ja-Wort.

. . . und der Tiefpunkt?

Semsch: 7000 Kilometer Gegenwind. Ich bin in die falsche Richtung gefahren. Und der Wind in Australien hat eher Orkangeschwindigkeit. Da kamen mir Radfahrer entgegen, die hatten Rückenwind und fuhren 35,6 Stundenkilometer. Ich habe trotz Motor mit Mühe 15 Stundenkilometer geschafft.

Warum ein E-Bike?

Semsch: Es reizt mich, neue Dinge auszuprobieren. Außerdem wollte ich zeigen, dass ein E-Bike nicht die Vorstufe zum Rollator ist, sondern dass man immer noch Fahrrad fährt.

Wenn ich Australien in drei Sätzen beschreiben müsste . . .

Semsch: Australien ist ein großer, leerer, heißer Kontinent, wunderschön, faszinierend und einmalig. Landschaften, Nationalparks und die Tierwelt haben es mir angetan. Ich würde sofort wieder hinfahren.

Ihre tierischen Begegnungen?

Semsch: Viele haben bei Australien giftige und tödliche Tiere im Kopf. Schlimmer für uns waren die harmlosen Tiere wie die Buschfliegen oder Stechmücken. Aber natürlich auch die Tiere, die es nur in Australien gibt: Kängurus, Koalas, Emus. Schön ist auch Schnorcheln mit Delfinen. In Australien gibt es 53 Papageienarten, davon 33 nur in Down Under.

Was würden Sie heute in Australien anders machen?

Semsch: Ganz klar, ich würde gegen den Uhrzeigersinn fahren, um nicht wieder Gegenwind zu haben.

Mein Vortrag lohnt sich, weil . . .

Semsch: . . . . man Australien so noch nicht gesehen hat und ich einen unterhaltsamen Abend verspreche, bei dem keiner einschläft.

Abenteuer heißt für mich . . .

Semsch: Rauszugehen und die Welt entdecken. Man muss nur ein wenig sein Komfort-Zone verlassen.

Ihr Lebensmotto?

Semsch: Zeit zu haben ist mehr wert als Geld!

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