KITZINGEN

Fahranfänger bauen immer weniger Unfälle

Im Jahr 2017 wurde die Polizei Kitzingen zu 2282 Verkehrsunfällen gerufen. Dies waren 41 weniger als 2016.
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Im Jahr 2017 wurde die Polizei Kitzingen zu 2282 Verkehrsunfällen gerufen. Dies waren 41 weniger als 2016. 1362 der Karambolagen waren sogenannte Kleinunfälle. Zwei Personen mussten ihr Leben auf den Straßen im Landkreis lassen, 2016 waren es noch fünf Verkehrstote. Bei 314 Unfällen mit Personenschaden wurden 2017 insgesamt 428 (2016: 456) Personen verletzt. Bei den Leichtverletzten gab es einen Rückgang um 65 auf 331. Die Zahl der Schwerverletzten erhöhte sich von 60 auf 97. Der Gesamtschaden lag bei 4,3 Millionen Euro.

Eine der Hauptunfallursachen war überhöhte sowie nicht angepasste Geschwindigkeit. Dabei gab es 84 Verletzte. Die Kitzinger Polizei erstattete zudem 114 Anzeigen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss, darauf war auch einer der beiden tödlichen Verkehrsunfälle zurückzuführen.

Dauerbrenner Alkohol

Ein weiterer Dauerbrenner: Alkohol. Bei den alkoholbedingten Verkehrsunfällen gab es eine Steigerung um sieben auf 35, verletzt wurden dabei 18 Verkehrsteilnehmer. Hinzu kommen 130 folgenlose Trunkenheitsdelikte. 86 dieser Fälle wurden an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, da die Fahrer einen Wert von über 1,1 Promille hatten.

Die Zahl der Unfälle mit motorisierten Zweirädern sank auf 64, verletzt wurden dabei 59 Personen. Zur Vorbereitung auf die Motorradsaison bieten der Fahrlehrerverband, die Verkehrswacht und die Polizei Kitzingen wieder ein kostenloses Fahrertraining an. Dieses findet auf dem Parkplatz der Firma Knauf in Iphofen am 28. April von 10 bis 15 Uhr statt.

Unfälle mit Radfahrern

2017 mussten darüber hinaus 63 Verkehrsunfälle mit Radfahrern aufgenommen werden. 21 Personen wurden schwer verletzt, 39 kamen mit leichteren Blessuren davon.

183 Mal waren Senioren (ab einem Alter von 65 Jahren) an einem Verkehrsunfall beteiligt, davon 125 Mal schuldhaft. Obwohl der Anteil der Senioren immer weiter wächst, waren die Zahlen in diesem Bereich in den letzten Jahren konstant. Einen Abwärtstrend gibt es bei Unfällen durch Fahranfänger. 2013 waren sie noch an 175 Unfällen schuldhaft beteiligt, 2017 war das nur noch 124 Mal der Fall. Mit ein Grund könnte laut Polizei das sogenannte „begleitete Fahren“ sein, das den jungen Erwachsenen den Start als Führerscheinneulinge erleichtert.

Zwei Schulwegunfälle

Die Schulwegunfälle haben sich halbiert, zwei Schüler wurden bei zwei Verkehrsunfällen leicht verletzt. Ein Dauerthema bleiben mit 430 Fällen die Unfallfluchten, 32 Prozent davon konnten aufgeklärt werden. Ähnlich hoch wie in den Vorjahren ist mit 456 die Zahl der Wildunfälle. Dabei wurden zwei Personen schwer und sechs leicht verletzt.

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