Kitzingen

Fachkräftemangel ein Geschäftsrisiko

Der derzeitige Fachkräftemangel ist für jedes zweite Unternehmen ein Geschäftsrisiko. Das wurde bei der Sommersitzung der IHK in Kitzingen deutlich.
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Der IHK-Gremialausschuss Kitzingen hielt seine Sommersitzung im Gebrauchtwarenkaufhaus der Aplawia ab. Im Bild (von links): Andreas Moser (stellvertretender Vorsitzender), Volker Lang (Geschäftsführer Aplawia), Stefan Möhringer (Vorsitzender) und Robert Finster (stellvertretender Landrat).

„Der derzeitige Fachkräftemangel ist für jedes zweite Unternehmen ein Geschäftsrisiko.“ In der Sommersitzung des IHK-Gremialausschusses Kitzingen unter Vorsitz von Stefan Möhringer bei der Aplawia Kitzingen im Lochweg wies Stefan Göbel, Bereichsleiter Aufstiegsfortbildung der IHK Würzburg-Schweinfurt in seinem Referat auf die prekäre Lage in vielen Mainfränkischen Firmen hin.

Die beruflich qualifizierten Fachkräfte würden zum Engpass, so Göbel. Die Ursachen sah er im Geburtenrückgang, dem veränderten Karrierewahlmuster und den im Denken verhafteten und eingefahren Muster bei der Berufswahl.

Wie kann man gegensteuern? „Nicht nachlassen beim Engagement in der Aus- und Weiterbildung“, empfahl der IHK-Mann. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müsse gefördert werden. Studienabbrecher sollten für die Fachausbildung gewonnen, die Potenziale der Digitalisierung genutzt und die Integration von Flüchtlingen gefördert werden. Außerdem riet er den Kitzinger Firmen, die Beratung, Informationen und die Netzwerke der IHK zu nutzen. Ein guter Ansatz sei das „Berufsschnuppern“ beim Boy's und Girl's Day. „Bildung und Qualifikation ist der Schlüssel für die Zukunft“, schloss der Referent.

Das neue IHK-Angebot „Digitaler Wirtschaftsatlas Mainfranken“ stellte Elena Fürst, IHK-Referentin für Konjunktur und Statistik, den Unternehmern vor. „Alles auf einen Klick“ lautet das Motto des Informationsangebotes aus über 30 regionalwirtschaftlichen Indikatoren. Das Serviceangebot richtet sich an Unternehmen, Existenzgründer, Kommunen und Verwaltungen, Planer, Wirtschaftsförderer, Schüler, Studenten und sonstige Interessierte.

So kann man beispielsweise einfache Vergleiche von Indikatoren der demografischen und wirtschaftlichen Regionalentwicklung bei Fragen der Standortsuche bis auf Gemeindeebene ziehen. Infos unter www.wirtschaftsatlas-mainfranken.de

Im weiteren Programmverlauf stellte Aplawia-Geschäftsführer Volker Lang das Angebot der Aplawia (Andere-planen-wir-arbeiten), das Gebrauchtwaren-Kaufhaus und die selbstständige SDA GmbH vor (ein Meisterbetrieb des Bau- und Malerhandwerks und Dienstleistungsunternehmen). Abschließend lud IHK-Geschäftsführer Radu Ferendino das Gremium anlässlich des 175-jährigen Bestehens der IHK-Würzburg-Schweinfurt zu einer „BrotZeit der Sinne“ mit Leo Stöckingern von der Klosterbäckerei Münsterschwarzach ein.



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