GAIBACH

Fachkräftemangel als Wohlstandsrisiko?

Mainfranken ist eine lebenswerte Region im Herzen Europas. Hochqualifizierte Menschen, wettbewerbsfähige Unternehmen, eine starke internationale Verflechtung, adäquate Infrastrukturanbindungen sowie eine umfassende Hochschullandschaft, das sind Stärken der Wirtschaftsregion. Aber zugleich bewirken demografische Entwicklungen massive Veränderungen in Stadt und Land, führen geopolitische Veränderungen, neue Technologien und Digitalisierung zu einem massiven Wandel, den es zu meistern gilt.
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Mainfranken ist eine lebenswerte Region im Herzen Europas. Hochqualifizierte Menschen, wettbewerbsfähige Unternehmen, eine starke internationale Verflechtung, adäquate Infrastrukturanbindungen sowie eine umfassende Hochschullandschaft, das sind Stärken der Wirtschaftsregion. Aber zugleich bewirken demografische Entwicklungen massive Veränderungen in Stadt und Land, führen geopolitische Veränderungen, neue Technologien und Digitalisierung zu einem massiven Wandel, den es zu meistern gilt.

Die gegenwärtige Situation des Wirtschaftsstandorts Mainfranken mit seinen Chancen und Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft waren Gegenstand der vhs-Vortragsreihe „Gaibacher Gespräche“, zu der Veranstaltungsleiter Oberstudienrat Martin Redweik in das Schelfenhaus nach Volkach eingeladen hatte. Sascha Genders von der IHK Würzburg-Schweinfurt erläuterte Faktoren, die die Konjunktur in Mainfranken antreiben. So führen hoher Beschäftigungsstand, niedrige Arbeitslosigkeit, anhaltend hohe Konsumbereitschaft sowie eine starke Exportorientierung zu einem kräftigen Wirtschaftswachstum in fast allen Branchen.

„43 Prozent des Umsatzes erzielte die Industrie 2016 allein im Ausland“, so die Feststellung des Referenten. Um diese positiven Trends und die Zufriedenheit der Unternehmen auch in Zukunft sicherzustellen, muss in erster Linie das Konjunkturrisiko Fachkräftemangel behoben werden. Aktuell fehlen in der Region 18 000 beruflich und akademisch Qualifizierte, so dass jedes zweite Unternehmen offene Stellen längerfristig nicht besetzen kann. Dadurch entsteht der mainfränkischen Wirtschaft ein erheblicher Wertschöpfungsverlust. Auch im Hinblick auf Unternehmensgründungen und Unternehmensnachfolge sieht der Experte Handlungsbedarf, sind die Gewerbeanmeldungen doch in den letzten zehn Jahren um fast 20 Prozent zurückgegangen.

Nichtsdestotrotz empfahl Genders den zahlreichen Oberstufenschülern des Franken-Landschulheims Schloss Gaibach für ihre berufliche und private Zukunft die Region Mainfranken mit ihrer insgesamt hohen Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit.

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