KITZINGEN

FBW-Ehrenpreis für Karlheinz Heinzmann

Karlheinz Heinzmann ist der Träger des 32. Ehrenpreises der Freien Wähler FBW Kitzingen (früher Kuno-Meuschel-Preis). Die Auszeichnung wurde dem 70-jährigen Unternehmer am Freitag beim Neujahrsempfang der Wählergruppe in der Rathaushalle in Kitzingen verliehen. So viele Gäste und Ehrengäste wie nie zuvor waren der Einladung gefolgt, so dass einige mit Stehplätzen Vorlieb nehmen mussten.
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Preisträger 2012: Der 32. Träger des Ehrenpreises der Freien Wähler (FBW) Kitzingen ist seit Freitag der Kitzinger Unternehmer Karlheinz Heinzmann (Mitte). Den Preis im Namen der Wählergemeinschaft übergaben die Ortsvorsitzende Barbara Wachter und die Fraktionsvorsitzende Jutta Wallrapp. Als Dankeschön bekam Heinzmanns Ehefrau Karin einem Blumenstrauß. Die Laudatio hielt Mainstockheims Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs (Foto von links). Foto: Foto: Ralf Weiskopf

Karlheinz Heinzmann ist der Träger des 32. Ehrenpreises der Freien Wähler FBW Kitzingen (früher Kuno-Meuschel-Preis). Die Auszeichnung wurde dem 70-jährigen Unternehmer am Freitag beim Neujahrsempfang der Wählergruppe in der Rathaushalle in Kitzingen verliehen. So viele Gäste und Ehrengäste wie nie zuvor waren der Einladung gefolgt, so dass einige mit Stehplätzen Vorlieb nehmen mussten.

„Laut Satzung soll der Preis an Personen oder Organisationen verliehen werden, die im Stillen für die Allgemeinheit wirken und/oder sich um die Stadt Kitzingen verdient gemacht haben“, sagte der Laudator, Mainstockheims Bürgermeister Karl- Dieter Fuchs, zum Auftakt seiner Rede. „Auf unseren Preisträger trifft beides zu“.

Jeder im Saal würde Heinzmann als waschechten Kitzinger bezeichnen auch wenn dieser bisher – rein melderechtlich – nicht einen einzigen Tag Bürger der Stadt Kitzingen gewesen sei. Der in Eger geborene Preisträger sei durch die Wirren des Zweiten Weltkrieges über Würzburg nach Kitzingen gekommen. Fuchs schilderte den Werdegang Heinzmanns, dessen Traum es war, Pilot zu werden.

Seiner Ehefrau Karin sei es gelungen, den damals himmelstürmenden jungen Mann auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen, berichtete Fuchs. Durch eine Anstellung in der Rhön von seiner in Würzburg lebenden Familie getrennt, habe sich der Preisträger 1970 als 29-Jähriger zur Gründung eines eignen Unternehmens zum Bau von Kunststoffrollos in der Moltkestraße entschlossen.

Aus dem Einmannbetrieb sei, auch dank geschäftlicher Verbindungen in die USA, die heutige Heinzmann-Gruppe geworden, die bereits zehn Jahre später am Goldberg expandierte und nach dem Fall der Mauer im brandenburgischen Oehna eine Betriebsstätte gründete, erinnerte Fuchs. Dort gebe es seither eine Kitzinger Straße. Daneben habe Heinzmann sich zum Meister im Rollladen- und Sonnenschutzhandwerk weitergebildet und die Schweißerprüfung abgelegt.

Heinzmann habe sich unter anderem als ehrenamtlicher Lkw-Fahrer bei der Altkleidersammlung und als Jugendbetreuer bei Zeltlagern seiner Pfarrei engagiert, sei viele Jahre Mitglied im Gremialausschuss der IHK gewesen und lange Jahre beratendes Mitglied in der Fachgruppe Einbruchschutz seines Berufsstandes, so der Laudator.

In Kitzingen sei er der Ideengeber für den Firmenstammtisch der Goldbergfirmen gewesen, aus dem der Goldbergtag hervorging. Heinzmann sei Förderer der Hilfsorganisationen Feuerwehr, BRK und THW, als begeisterter Hobbypilot Vorstandsmitglied und Spartenleiter Motorflug beim Flugsportclub Würzburg und Mitglied und Förderer des Luftsportclubs Kitzingen.

Daneben sei der zu Ehrende Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Stadtmarketing Vereins Kitzingen gewesen und als dessen Vertreter an den Gesprächen zum städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) beteiligt gewesen, sagte Fuchs. Als Initiator der Gemeindepartnerschaft Oehna-Mainstockheim habe Heinzmann seinen ganz persönlichen Teil zum Gelingen der deutschen Einheit beigetragen, so der Laudator.

Heinzmann habe für Frau und Familie den Traum des Berufspiloten aufgegeben und die Kinder schon früh in die Verantwortung für den Betrieb eingebunden. Er habe vielen jungen Menschen eine Ausbildung ermöglicht, das Unternehmen mit seinen 100 Mitarbeitern zukunftsfähig gemacht und schließlich an die Kinder Peter und Martina übergeben, sagte Fuchs. „Mit Heinzmann haben wir einen Preisträger, der vielen als Vorbild dienen kann“.

Heinzmann dankte für die Auszeichnung, über die er sich sehr freue. Das Preisgeld von 500 Euro werde er je zur Hälfte der Feuerwehrjugend Oehna und Mainstockheim spenden und eine persönliche Spende für die Feuerwehrjugend Kitzingen dazu geben.

Musikalisch umrahmt wurde der Empfang vom Chor „Sicantiamo“ aus Sickershausen. Politische Rück- und Ausblicke samt Neujahrsgrüßen gab es von Jutta Wallrapp.

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