Euerfeld

Euerfelder Grazien außer Rand und Band

Beim Weiberfasching in Euerfeld blieb kein Auge trocken. Dass Frauen einen eigenen Humor haben, bewiesen sie im Sportheim. Nur am Ende waren Männer erlaubt.
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Umjubelter Anflug des Männerballetts zum Abschluss des Weiberfaschings in Euerfeld. Foto: Walter Sauter, Regina Mack
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Beim Weiberfasching in Euerfeld zeigten die 23 Akteurinnen, dass in ihnen weit mehr steckt nur als biedere Hausfrauen oder Bäuerinnen. Ob gymnastisch beim Yoga oder tänzerisch beim Schuhplattln, ob pantomimisch im Kino oder gesanglich bei Sahnetörtchen – stets trafen die Euerfelder Weiber den richtigen Ton und hatten die Lacherinnen im vollen Sportheim schnell auf ihrer Seite. Außer Rand und Band zündeten sie eine Spaß-Rakete nach der anderen, ehe das Männerballett kurz vor Mitternacht dem Ganzen das Sahnehäubchen aufsetzte.

Brüller beim Kampf gegen Cellulite

Für die ersten Brüller sorgten Organisatorin Claudia Mack und ihre Moderationspartnerin Petra Gerhard mit grazilen Yoga-Übungen im Kampf gegen Cellulite. Nachdem sie anfänglich sogar den lieben Gott für ihre "Dellen" anklagten, fügten sie sich schließlich – verstärkt um vier weitere Damen – in ihr Schicksal mit dem Refrain "Wir lassen das Jammern jetzt sein und leben mit Dellen an Popo und Bein". Zünftig ging danach es weiter: Die Nachwuchstruppe der Schuhplatterinnen begeisterte nicht nur mit ihrem Outfit aus Lederhosen und karierten Hemden, sondern auch mit einer gekonnten Choreographie, bei der sogar Bierkisten über die Bühne flogen.

Nach einer Tanzrunde durften nochmals Claudia Mack und Petra Gerhard ran, diesmal als Schwimmbadbesucherinnnen, in legeren Klamotten mit Sonnenbrille und Schwimmbrett. Dabei nahmen sie sich auch selbst aufs Korn, wenn sie etwa über ihre missglückten Sexabenteuer oder ihre "Spiegel-Erlebnisse" im Badezimmer berichteten. Ganz elegant ging es weiter mit einer vornehmen Damengruppe, mit Handtäschchen und ganz scharf auf Sahnetörtchen und Männer. Doch im Laufe der amüsanten Gesangsnummer mit bekannten Melodien entpuppten sich die Damen als wahre Schnapsdrosseln, die weder Rum noch Gin verachteten.

Kinobesuch ohne Worte

Wie wundersam ein Kinobesuch verlaufen kann, auch wenn dabei kein einziges Wort gesprochen wird, das bewiesen sechs Frauen aufgereiht auf Kinostühlen. Kaum hatte das begeisterte Publikum ausgelacht, da marschierte auch schon das Männerballett ein. Adrett gekleidet als Stewardessen zeigten die zehn Herren mit Hebefiguren und rasanten Schrittfolgen, dass sie nicht nur toll aussehen, sondern auch tänzerisch einiges drauf haben.

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