Albertshofen

"Es war ne tolle Zeit, es ist vorbei"

Rebecca Reidelbach hatte sich als Hintergrundmusik bei ihrer Verabschiedung als Albertshöfer Weinprinzessin passend den Text und die Melodie des Juli-Songs gewählt und verkündete abgewandelt: "Es war ne tolle Zeit, es tut mir leid, es ist vorbei". Sie gab sich dankbar und fühlte sich fürs Leben beschenkt, bevor sie beim Festabend am Ostersamstag ihrer Nachfolgerin Emmi Wendemuth die Krone aufsetzte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mit der neuen Weinprinzessin Emmi Wendemuth (sitzend) freuen sich bei der Krönung (von links) Weinbauvereins-Vorsitzende Cindy Reitmeier, die scheidenden Hoheit Rebecca Reidelbach, TSV-Vorsitzender Ralph Rudolph und die Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer. Foto: Hartmut Hess

Rebecca Reidelbach hatte sich als Hintergrundmusik bei ihrer Verabschiedung als Albertshöfer Weinprinzessin passend den Text und die Melodie des Juli-Songs gewählt und verkündete abgewandelt: "Es war ne tolle Zeit, es tut mir leid, es ist vorbei". Sie gab sich dankbar und fühlte sich fürs Leben beschenkt, bevor sie beim Festabend am Ostersamstag ihrer Nachfolgerin Emmi Wendemuth die Krone aufsetzte.

"Wir sind die Wendemuths aus der Rehgasse", stellte Emmi Wendemuth ihre Familie vor, die aus Thüringen nach Franken gekommen ist. Die 18-Jährige ist in der pädagogischen Ausbildung zur Erzieherin. "Nicht nur der Gardetanz im Höpper-Elfer sind meine Leidenschaft, sondern auch die Betreuung unserer Bobberlies", ließ die neue Weinprinzessin wissen. Sie zeichnet sich zudem seit 2009 auch als Büttenrednerin des Höpper-Elfers aus. Mit tränenerstickter Stimme würdigte Emmi Wendemuth ihre Familie für deren Unterstützung. Die Fränkische Weinkönigin Carolin Meyer riet ihr: "Nutz die nächsten zwei Jahre für und genieße die Zeit".

Emmi Wendemuth hatte sich als Krönungswein den GWF-Rotling aus der Kategorie Junge Frank´n ausgesucht. Denn dieser Wein ist wie ich jung und kommt aus Franken, sagte die Weinhoheit. Sie mache gerne Werbung für den Wein der Region im Jahr des 60-jährigen Bestehens der Winzergemeinschaft Franken (GWF). "Du reist als fränkisch-thüringisches Mädchen mit nach Weimar zur Goethe-Weinfest-Eröffnung und zeigst denen, wo der Barthel den Most holt", gab Kitzingens Hofrat Walter Vierrether der neuen Majestät mit auf den Weg.

Rebecca Reidelbach geriet ins Schwärmen über ihre erlebnisreichen zwei Jahre mit der Krone auf dem Haupt. Durch viele Bilder auf einer Leinwand ließ sie die Anwesenden an ihren Erlebnissen teilhaben und verriet, dass die Hofstaatsdamen mit dem Nürnberger Chritskindl ein Weihnachtsfest in kleiner Runde gefeiert hatten. Ihr stressigster Termin sei die Grüne Woche in Berlin gewesen, während ihr ein Schnuppergolfen in Kitzingen Spaß gemacht habe. Die meisten Promis wie Maria Höfl-Riesch, Franz Beckenbauer oder Thomas Hitzelsberger lernte sie beim Bayerischen Sportpreis in München kennen. "Aber im eigenen Dorf ist es immer noch am Schönsten", sagte Rebecca Reidelbach. Sie dankte dem Weinbauverein und vielen Unterstützern und vor allem ihren Eltern Ulrike und Peter Reidelbach.

Mainweisen-Festgemeinschaftsleiter Axel Ehliger lobte die scheidende Hoheit mit den Worten: "Du warst  in über 700 Tagen Amtszeit immer nett und hast immer gelächelt". Bürgermeister Horst Reuther erinnerte daran, dass sie die ersten Höpper Main-Wiesen eröffnen durfte. "Da sieht man, wie die Zeit vergeht, denn deine Mama war vor 30 Jahren mit ihrem Mädchennamen Ulrike Straßberger meine Etwashäuser Gärtnerkönigin in Kitzingen gewesen", bemerkte Walter Vierrether zu Reidelbachs Abschied. Sechs ehemalige Kolleginnen ließen Rebeccas Amtszeit mit einer imaginären Autofahrt Revue passieren, der Spielmannszug mit einer Einlage, der Männergesangverein lockerte die Festveranstaltung mit mehreren Liedvorträgen auf und zwischendurch tanzten die Gardemädels.

Weinbauvereins-Vorsitzende Cindy Reitmeier freute sich, neben viele Albershöfern in der voll besetzten Gartenlandhalle auch viele Hofstaats-Majestäten begrüßen zu können. Die Vorsitzende ging auf das ereignisreiche Jubiläumsjahr der Gärtnergemeinde ein und schilderte die Beweggründe, warum das ehemalige Weinfest seit 2018 als Höpper Mainwiesen neu betitelt und strukturiert wurde. Sie würdigte den  Vorsitzenden des Brauchtumsvereins, Philipp Wenkheimer, der bei der Umstrukturierung Großes geleistet habe. Cindy Reitmeier überreichte der scheidenden Weinprinzessin den Ehrenring des Weinbauvereins.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.