Die Baurbeiten zur Erweiterung des Altenbetreuungszentrums in Iphofen gehen voran. Aktuell vergab die Stadt die Aufträge für Estrich-, Trockenbau- sowie Innen- und Außenputzarbeiten an die jeweils günstigsten Bieter.
Auch der Auftrag für die Ausführung der Estrichverlegearbeiten im derzeit im Bau befindlichen Ärztehaus, das die Stadt nach Fertigstellung zur medizinischen und therapeutischen Nutzung vermieten wird, konnte vergeben werden.
Keine mehrheitliche Zustimmung fand dagegen in der Sitzung des Bauauschusses der Vorschlag, in der Geräthengasse eine Einbahnstraßenregelung vorzusehen. Häufig behindern parkende Fahrzeuge die Durchfahrt, mobile Parkverbotszeichen helfen derzeit, dass Verkehr und Gegenverkehr fließen können.


Frequenz erhöht sich


Dass sich der Verkehr in der Geräthengasse durch die unlängst neu eröffnete Heckenwirtschaft erhöht hat und nach Fertigstellung des Anbaus des Altenbe-treuungszentrums vermutlich noch weiter erhöhen wird, gab Stadtrat Georg Güntner (CSU) zu bedenken. Die Mehrheit des Iphöfer Bauausschusses sprach sich dennoch gegen den Antrag Güntners aus und plädierte dafür, die zweispurige Befahrbarkeit beizubehalten. Stadtrat Günter Schatz (CSU) gab zu bedenken, dass Gegenverkehr auch einen Beitrag zur Verkehrsberuhigung darstellen könne.
Verkehrsberuhigung möchten auch weiterhin viele Anwohner des Baugebietes "Hündlein". Sie sprachen sich in einem gemeinsamen Brief an die Stadt dafür aus, die vorhandenen Straßenpolster, so genannte "Berliner Kissen", zu erneuern, da diese vermutlich durch zu schnell fahrende Baufahrzeuge beschädigt worden sind. Da eine Asphaltierung oder Aufpflasterung längere Haltbarkeit verspricht als die vergleichsweise weichen Kissen aus Kunststoff, sprach sich das Ratsgremium dafür aus, vorab zwei der insgesamt sechs Kissen an den Zufahrten zum Baugebiet in Abstimmung mit den Anwohnern testweise durch eine Kopfsteinpflasterung zu ersetzen und insbesondere die Geräuschentwicklung zu prüfen.
Peggy Knauer (FWG) regte an, die Maßnahmen auch im Vorfeld bei der Erschließung des Baugebietes "Hündlein 2" mit einzuplanen. Hinsichtlich der Ausweisung einer verkehrsberuhigten Zone gab Stadtrat Georg Güntner zu bedenken, dass hier häufig nicht der gewünschte Effekt erzielt werde. Es müsse klar sein, dass in einer verkehrsberuhigten Zone tatsächlich nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden dürfe, die lediglich um etwa sieben Stundenkilometer liegt. Das Parken ist im verkehrsberuhigten Bereich tatsächlich nur in dafür ausgewiesenen Plätzen möglich. Dies sind Einschränkungen, die nicht nur für Auswärtige, sondern auch für jeden Anwohner gelten und möglicherweise nicht von allen gewollt sind.
Mancher könnte diese in erster Linie als Schutz für die Kinder gedachte Maßnahme als Schikane empfinden. "Was bringt dieser verkehrsberuhigte Bereich dann?", fragte Güntner. "Die Vernünftigen fahren ohnehin langsam, die Unvernünftigen fahren trotzdem, wie sie es für richtig halten." Sanktionen möchte die Stadt nicht verhängen müssen.