Marktsteft

Erweiterung des Kindergartens soll schnell erfolgen

Da ist doch Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Nachdem sich der Stadtrat Marktsteft von einer gemeinsamen Lösung der Sanierung von Kindergarten und Schule entfernt hat, kommt nun Bewegung in die Planung der Erweiterung des Kindergartens. Am Montagabend diskutierten die Räte noch einmal über die Grundsätze der Erweiterung und brachte die nächsten Schritte auf den Weg. Demnach erfolgt nun die Maßnahme auf eigenem Gelände und auch die Größe wurde beschränkt.
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Die nächsten Schritte für die Erweiterung des Kindergartens Marktsteft sind eingeleitet. Foto: Robert Haaß

Da ist doch Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Nachdem sich der Stadtrat Marktsteft von einer gemeinsamen Lösung der Sanierung von Kindergarten und Schule entfernt hat, kommt nun Bewegung in die Planung der Erweiterung des Kindergartens. Am Montagabend diskutierten die Räte noch einmal über die Grundsätze der Erweiterung und brachte die nächsten Schritte auf den Weg. Demnach erfolgt nun die Maßnahme auf eigenem Gelände und auch die Größe wurde beschränkt.

Kaum war vor knapp sechs Jahren Bürgermeister Thomas Reichert ins Amt gekommen, konnte er schon ein Jahr später die Einweihung der noch von Vorgänger Rudolf Riegler begonnenen Erweiterung des Kindergartens feiern. Kaum eingeweiht, war die Einrichtung schon wieder zu klein und wurde, nachdem zwei geburtenstarke Jahrgänge das Licht der Welt erblickt hatten, um eine Containerlösung erweitert. Und dann wiederum, da waren sich alle am Montagabend einig, fielen Bürgermeister und Stadtrat wohl in Tiefschlaf, hatten andere Aufgaben im Sinn. Nach und nach allerdings wuchs die Unzufriedenheit mit der Übergangslösung "Container", dringender Handlungsbedarf war gegeben.

Lösung mit Grundschule scheiterte

Allerdings: Kindergarten geht nur in Zusammenarbeit mit anderen Behörden, schon alleine der Zuschüsse wegen. Eine gemeinsame Lösung mit der daneben gelegenen und ebenfalls renovierungsbedürftigen Grundschule scheiterte letztendlich. Jetzt also die "Kammlösung", eine Erweiterung des Kindergartens auf eigenem Gelände unter Einbeziehung des Umfeldes. Die Frage am Montag: Wie groß soll die Erweiterung werden.

Drei Kindergarten- zwei Krippen- und eine Notgruppe wären nach den aktuellen Bedarfszahlen wohl nötig. Sind die beiden geburtenstarken Jahrgänge aber erst mal aus dem Haus, ist das aber wohl zu viel an Platz, wie auch Kindergartenleiterin Anke Gernert und Pfarrer Peter Stier vom Träger in der Sitzung bestätigten. Also sollten zwei Kindergartengruppen ausreichend sein.

Zwei Kindergarten, zwei Krippen- und eine Notgruppe

Am Ende stimmten die Räte einstimmig für die vorgelegte Planung mit zwei Kindergarten-, zwei Krippen- und einer Notgruppe und auch weiter nur einen Träger. Diese Planung soll nun mit den vorgesetzten Behörden abgesprochen werden. Die Verwaltung soll auf Anregung von Bernhard Etzelmüller zudem prüfen, ob eine schlüsselfertige Vergabe des Baues am Ende möglich ist.

Die Umsetzung soll möglichst schnell erfolgen. Pfarrer Stiers Kommentar: "Wenn die Containerlösung für eine Zwischenlösung aufgepeppt wird, dann können wir für zwei bis drei Jahre damit leben."

Auch Marktsteft bekommt nun eine gesplittete Abwassergebühr für Schmutz- und Oberflächenwasser. Die bislang diskutierten Details wurden von der Verwaltung in eine neue Satzung gegossen und einstimmig beschlossen. Dazu gehört auch die Beitrags- und Gebührensatzung, die den Kubikmeter Schmutzwasser in Marktsteft auf 2,72 Euro und beim Niederschlagswasser auf 28 Cent festlegt.

In Michelfeld liegt der Kubikmeterpreis von Schmutzwasser künftig bei 2,58 Euro und Niederschlagswasser bei 0,23 Cent, eine deutliche Steigerung, die daran liegt, dass die Rücklagen beim Abwasser im Stadtteil aufgebraucht sind und nun wieder die tatsächliche Kalkulation greift. Die Erhöhung der Grundgebühr auf 50 Euro gefiel nicht allen Räten.

Die Restrate der Beiträge für die Abwassersanierung beträgt nun doch mehr als zehn Prozent der bislang bezahlten Gelder, was an den deutlich höheren tatsächlichen Kosten der umfangreichen Bauabnahmen gegenüber der Kalkulation liegt.

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