Brünnau

Erstmals Frauen bei der aktiven Wehr in Brünnau

Reibungslos gingen die Neuwahlen bei der Feuerwehr Brünnau über die Bühne. Fast alle Funktionäre stellten sich im Verein und bei der Kommandantur wieder zur Verfügung. Die Kommandanten tauschten ihre Position, lediglich Helmut Dallner trat als stellvertretender Vereinsvorsitzender nicht mehr an.
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Die alte und neue Führungsmannschaft der Feuerwehr Brünnau (von links): Kassier Korbinian Walter, Kommandant Christoph Schmidt, stellvertretender Vorsitzender Thomas Pachtner, stellvertretender Kommandant Winfried Hein, Vereinsvorsitzender Gerd Düll, Schriftführer Matthias Reuther, Kreisbrandmeister Martin Ebert und Bürgermeister René Schlehr. Foto: Hans Rössert

Reibungslos gingen die Neuwahlen bei der Feuerwehr Brünnau über die Bühne. Fast alle Funktionäre stellten sich im Verein und bei der Kommandantur wieder zur Verfügung. Die Kommandanten tauschten ihre Position, lediglich Helmut Dallner trat als stellvertretender Vereinsvorsitzender nicht mehr an.

Neuer erster Kommandant ist nun Christoph Schmidt. Sein Vorgänger Winfried Hein trat ins zweite Glied. Die Vereinsführung besteht weiterhin aus dem Vorsitzenden Gerd Düll, seinem neuen Stellvertreter Thomas Pachtner, Korbinian Walter als Kassier und Matthias Reuther als Schriftführer. Kassenprüfer sind nach wie vor Fred Seßler und Ernst Schömig.

Keine gravierenden Ernstfalleinsätze vermeldete Winfried Hein für 2019. Einmal musste eine Absperrung auf der B 286 errichtet werden und wie schon so oft kam eine Meldung, als im Steinbruch das Johannisfeuer – bestens abgesichert – abgehalten wurde. Es gibt dafür aber keine brauchbare Regelung, da auf der B 286 Autofahrer per Handy die Notrufzentrale verständigen und diese dann alarmieren müssen.

Die Dorfgemeinschaft funktioniert

Nachdem noch zwei Frauen, Andrea Geisel und Jutta Hein, der aktiven Wehr beitraten, war es "ein Jahr nach meinem Geschmack", so der scheidende Kommandant. Der neue Kommandant Schmidt sprach die Wichtigkeit der Übungen an, damit man im Ernstfall bestens gerüstet sei. Jeden ersten Montag im Monat sind Übungen angesetzt.  

Die verschiedensten Veranstaltungen seitens des Feuerwehrvereins, oftmals mit der gut funktionierenden Dorfgemeinschaft, fanden immer großen Anklang, so der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Gerd Düll. Die Tour de Müll, die Mühlrangenpflege, das Schnauzturnier, die Holzversteigerung oder das Maibaumstellen mit der Burschenschaft seien belebende Elemente im Ort. Neuerdings soll noch ein Baumschnittkurs für ältere Bäume abgehalten werden. Die Pflege um das Gemeinschafts- oder Feuerwehrhaus übernahmen und übernehmen auch weiterhin Andrea Geisel und Doris Schmidt. Gerd Düll überreichte den beiden Damen dafür ein Präsent.

Leichte Kritik an der Stadt und Kreisfeuerwehrführung

Für die Mühlrangenpflege, teils mit Gerätschaft der Stadt, wünschte sich Düll einsatzbereite Gerätschaften. Hier könnte die Stadt noch besser werden und die freiwilligen Helfer kämen schneller in die Gänge, so Düll. Ansonsten war man aber zufrieden. Die Waldbrandgefahr werde im Landkreis Kitzingen noch wenig beachtet, fand Düll. Der Landkreis gehöre schließlich zu den trockensten Gebieten in der Republik, äußerte er seine Sorge.

Bürgermeister René Schlehr richtete seinen Dank an die gesamte Dorfgemeinschaft, die richtig gut funktioniere. Auch in diesem Jahr soll die Tour de Müll im gesamten Stadtgebiet durchgeführt werden. Kreisbrandmeister Martin Ebert sprach von zu wenigen Lehrgangsplätzen der Feuerwehrführungskräfte. Einerseits sollten die Lehrgänge binnen eines Jahres absolviert sein, andererseits gebe es dafür aber nicht genug freie Plätze.

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