Markt Einersheim

Erster Schultag: Schüler erfahren von Gefahren im Verkehr

Sicher zur Schule sollen die 31 Erstklässler der Grundschule Markt Einersheim täglich kommen. Dafür erhielten während der Einschulungsfeier nicht nur die Kinder Anweisungen.
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Begrüßung der 31 Erstklässler bei der Einschulungsfeier an der Grundschule Markt Einersheim. Foto: Lisa Marie Waschbusch
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"Heute ist so ein besonderer Tag", setzt Matthias Schuhmann, Rektor der Grundschule Hellmitzheimer Bucht in Markt Einersheim, zu seiner Begrüßungsrede an und wird prompt unterbrochen. Das Handy klingelt, der Blick schweift ab. "Wartet mal", sagt er zu den Kindern, die vor ihm in einem großen Halbkreis aus Holzbänken sitzen. Wieder klingelt es. Die Kinder lachen. "Merkt ihr, was passiert ist?", fragt Schuhmann in die Runde. "Ich hab mich gerade ablenken lassen. Ich war total unkonzentriert."

Was er zur Einschulung am Dienstagmorgen zum Spaß der Zuschauer auf dem Pausenhof demonstrierte, ist im Straßenverkehr höchst gefährlich: Ein kurzer Blick aufs Handy, ein kurzer Blick von der Straße weg und schon können Kinder unbemerkt vor das Auto getreten sein. Auf diese Gefahr will die Grundschule in Markt Einersheim zusammen mit der Polizei durch die Verkehrsicherheitsaktion "Sicher zur Schule – Sicher nach Hause" aufmerksam machen. Diese findet jedes Jahr an einer ausgewählten Schule im Landkreis Kitzingen im Rahmen der Einschulungsfeier statt. Dieses Jahr in Markt Einersheim, wo an diesem Morgen für 31 Schüler der Schulalltag begonnen hat.

Eltern und Verwandte sollen als Vorbilder agieren

Damit sie künftig auf der Straße besser zu erkennen sind, übergab Schuhmann gemeinsam mit Landrätin Tamara Bischof, Bürgermeister Herbert Volkamer sowie dem Polizeidirektor Markus Hack jedem Schüler einen leuchtend gelben Sicherheitsüberwurf. Zum Thema Verkehrssicherheit appellierte Hack insbesondere auch an die Eltern, Großeltern, Freunde und Verwandten der Schüler: "Sie sind in diesem Prozess auch ganz wichtig – und zwar als Vorbild."

Diesbezüglich gab er zu bedenken: "Wenn Sie an der roten Ampel nicht stehen bleiben – wieso sollte das Kind es dann machen? Wenn Sie über die Straße gehen, ohne links, rechts, links zu schauen – wieso sollte das Kind es dann machen? Wenn Sie Fahrrad fahren ohne Helm – wieso sollte das Kind einen tragen?" Ebenso riet er von sogenannten Elterntaxis abzusehen. "Ich glaube die Kinder kommen alle ganz gut zur Schule. Es gibt Busverkehr, manche können zu Fuß gehen. Trauen Sie den Kindern was zu!"

Bevor es in die Klassenzimmer ging, wurden die 31 Erstklässler in zwei Klassen aufgeteilt – 1a und 1b. Die beiden Klassenlehrerinnen riefen die Namen hintereinander auf und ein Schülerpate aus der zweiten oder dritten Klasse begleitete jeweils einen Erstklässler in das Schulgebäude.

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