Kitzingen

Erste Entscheidungen zur Tierheimfinanzierung

Derzeit wird in den Stadt- und Gemeinderäten im Landkreis über das Kitzinger Tierheim diskutiert: Sollen die Zuschüsse steigen? Erste Entscheidungen sind gefallen.
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Die Kitzinger Tierheim-Leiterin Angela Drabant wirbt für höhere Zuschüsse der Kommunen. Archivfoto: Harald Meyer
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Kein klares Ergebnis gab es vor einiger Zeit bei der Kreisverbandssitzung des Bayerischen Gemeindetags . Dort hatten die Bürgermeister des Landkreises Kitzingen unter anderem über die Finanzierung des Kitzinger Tierheims diskutiert. Dieses fordert dafür, dass es für die Kommunen die Pflege von Fundtieren übernimmt, einen Euro pro Bürger und Jahr – statt wie bisher 20 Cent.

Beschlussempfehlung bei der nächsten Sitzung

Eine Einigung fand man damals nicht. Iphofens Bürgermeister Josef Mend regte schließlich an, das Tierheim solle genaue Zahlen zu seinen Ausgaben vorlegen. Dann könne man bei der nächsten Sitzung eine Beschlussempfehlung an die einzelnen Stadt- und Gemeinderäte abgeben. Obwohl diese Empfehlung bisher nicht erfolgt ist, wurde bereits in einigen Räten über das Thema diskutiert.

So zum Beispiel im Seinsheimer Gemeinderat. Einer Erhöhung steht man dort durchaus positiv gegenüber. Allerdings will man zuerst auf die bei der Sitzung der Bürgermeister geforderten Zahlen aus dem Tierheim warten, bevor man eine Entscheidung trifft. In anderen Kommunen sind dagegen schon Entscheidungen gefallen.

Straßenhunde aus dem Ausland?

Etwa in Marktsteft. Dort wurde dem Beitrag von einem Euro pro Einwohner zugestimmt: Von bisher 380 auf 1900 Euro erhöhen sich damit die jährlichen Zahlungen der Stadt an den Tierschutzverein, den Träger des Tierheims. Ebenfalls für die Anhebung der Kostenbeteiligung entschied sich der Rat in Mainstockheim. Dort warf Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs aber die Frage auf, ob nicht auch „Straßenhunde aus dem Ausland regelrecht importiert und im Tierheim aufgepäppelt werden“.

Tatsächlich betreut der Tierschutzverein Kitzingen im Tierheim auch Hunde aus anderen Ländern wie Kroatien. Die Kosten, die mit dem einen Euro pro Landkreiseinwohner abgedeckt werden sollen, entstünden aber nur durch die Pflege und Betreuung von Fundtieren aus dem Landkreis, erklärt Tierheim Leiterin Angela Drabant. „Wir trennen das strikt.“



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