Mainstockheim

Erschließung für 28 Bauplätze wird ausgeschrieben

Auch in Ferienzeiten beschäftigt das neue Baugebiet Wunn den Mainstockheimer Gemeinderat. Gut zwei Stunden lang informierten Mitarbeiter des Planungsbüros Köhl und diskutierten die Räte am Donnerstagabend über die Tiefbauplanung. Darüber hinaus beschäftigte sich das Gremium mit den Fragen zur Erschließungsplanung der Bürgerinitiative.
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Ende 2019 sollen die Erschließungsarbeiten für den ersten Bauabschnitt des neuen Baugebiets in Mainstockheim abgeschlossen sein.

Auch in Ferienzeiten beschäftigt das neue Baugebiet Wunn den Mainstockheimer Gemeinderat. Gut zwei Stunden lang informierten Mitarbeiter des Planungsbüros Köhl und diskutierten die Räte am Donnerstagabend über die Tiefbauplanung. Darüber hinaus beschäftigte sich das Gremium mit den Fragen zur Erschließungsplanung der Bürgerinitiative.

Klar wurde nach der Baugrunduntersuchung: Das Oberflächenwasser im Baugebiet kann nicht versickert werden, der anstehende Löß-Lehm-Boden lässt dies nicht zu. Regenwasser aus dem Baugebiet wird nach der Planung im Trennsystem gesammelt und über einen vorhandenen Regenwasserkanal in der Bergstraße direkt in den Main abgeführt. Bei stärkeren Regenereignissen soll ein Rückhaltebecken am Baugebiet für Entlastung sorgen.

Auch wenn es teurer kommt: Die Bordsteine an den Straßen werden in Granit ausgeführt, da dies nach Aussagen der Planer haltbarer ist. Auch bei den Wasserleitungen entschieden sich die Räte für die teurere Lösung und wählten duktile Gussrohre anstelle von PE-Kunststoff. Für längere Diskussion sorgte die Entsorgung des Aushubs aus dem Straßen- und Kanalbau, rund 7000 Kubikmeter Erde. Neben dem Ausbringen auf Gemeindeflächen, für das ein Bauantrag beim Landratsamt zu stellen ist, soll auch die Entsorgung des unbelasteten Materials auf einer Deponie geprüft werden.

Insgesamt werden die Kosten für die Erschließung vom Planungsbüro auf rund 3,5 Millionen Euro geschätzt. Bei voraussichtlich 28 Bauplätzen sehr viel Geld, wie Julia Ebenhöh feststellte. Allerdings, so Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs, ist dies der erste von mehreren Planungsabschnitten. Die Haupterschließungsstraße, sowie der Großteil der Entwässerungsanlagen sind auf das Gesamtkonzept ausgelegt und können somit nicht alleine auf den ersten Bauabschnitt umgelegt werden. Die Erschließung umfasst auch bereits angrenzende, noch nicht in die Planung aufgenommene Grundstücke, so dass, so der Planer, derzeit reine Erschließungskosten in Höhe von 110 Euro netto pro Quadratmeter anfallen.

In den nächsten Schritten werden die Leistungsverzeichnisse erstellt und die Erschließung noch in diesem Jahr ausgeschrieben. Mit einem Baubeginn rechnet das Büro Ende diesen, Anfang kommenden Jahres, die Arbeiten könnten bis Ende 2019 abgeschlossen sein.

Um den Fragen der Bürgerinitiative Pro Mainstockheim gerecht zu werden, werden die Straßen im darunter liegenden Wohngebiet für den Baustellenverkehr gesperrt, der soll über die Wunnbrücke zur KT 27 erfolgen. Fragen zur Verkehrsberuhigung im Wohngebiet werden vom Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen entschieden.

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