GEISELWIND

Ernst Nickel will es wieder wissen

Manches wird wohl neu bei den Kommunalwahlen 2014 in Geiselwind. Erstmals wird es nur eine Liste für den Gemeinderat geben, der Posten des Ortsoberhaupts wird ab März wohl nicht mehr nur ehrenamtlich ausgeübt. Nicht neu ist mit Ernst Nickel der Mann für diese Position. Einstimmig nominierten die Mitglieder des Ortsverbands der Freien Wähler den Amtsinhaber für eine weitere, dann dritte Amtszeit.
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Keine Überraschung: Bürgermeister Ernst Nickel steht in Geiselwind für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Foto: Foto: ANDREAS STÖCKINGER
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Manches wird wohl neu bei den Kommunalwahlen 2014 in Geiselwind. Erstmals wird es nur eine Liste für den Gemeinderat geben, der Posten des Ortsoberhaupts wird ab März wohl nicht mehr nur ehrenamtlich ausgeübt. Nicht neu ist mit Ernst Nickel der Mann für diese Position. Einstimmig nominierten die Mitglieder des Ortsverbands der Freien Wähler den Amtsinhaber für eine weitere, dann dritte Amtszeit.

Alle Stimmen der 17 Wahlberechtigten entfielen auf Nickel, der bei der Versammlung großen Zuspruch von den Freie-Wähler-Mitgliedern bekam. „Du bist bürgernah und lässt mit dir reden. Deswegen gibt es für uns keinen besseren Kandidaten als dich“, sagte der Vorsitzende Siegfried Hummel über den 48-Jährigen. Nickel habe in den fast zwölf Jahren seiner Amtszeit gute Arbeit geleistet und in dieser Zeit vieles gemacht und auf den Weg gebracht. Die Klausel, die Nickel als Bedingung an seine Kandidatur gehängt habe, dass der Bürgermeister künftig hauptberuflich tätig sein solle, sei „für uns nachvollziehbar“, so Hummel.

In der Versammlung gab Ernst Nickel einen Überblick auf die Projekte, die zuletzt realisiert wurden und über die, die künftig realisiert werden sollen. In den letzten Jahren sei vieles passiert, wie etwa die Dorferneuerung in Geiselwind, die nun offiziell als abgeschlossen gilt. Erheblicher Vorarbeit habe es bedurft, das Gewerbegebiet „Inno Park Geiselwind“ auf den Weg zu bringen, das bald erschlossen wird. Zudem hat der Ausbau der Kinderkrippe begonnen.

Nickel schilderte auch manche Schwierigkeiten bei seiner Arbeit. „Es ist nicht einfach, in einer Gemeine mit 16 Ortsteilen die Pflichtaufgaben zu erfüllen. Wir haben in den nächsten Jahren vieles zu tun, vor allem was die Wasserversorgung angeht“, sagte er. Rund zehn Millionen Euro müsse die Gemeinde in den nächsten Jahren für die Versorgung ausgeben, schätzte Nickel. Für die Zukunft nannte er den Erhalt und Verbesserung der Infrastruktur der Gemeinde als Ziel. Die Schule aufrecht halten, Arzt und Apotheke sichern, neue Unternehmen ansiedeln, aber auch die bestehenden schützen, sei wichtig. „Wir müssen die Gemeinde und die Ortsteile attraktiv machen“, meinte der Bürgermeister. Dazu gehöre auch die Ausweisung von Bauland.

Außerdem werde er beim Dauerbrenner Ansiedelung eines Einkaufsmarkts für Geiselwind nicht aufgeben. Derzeit, so Nickel, laufen wieder Gespräche mit einem möglichen Investor. Die Gründung eines Heimat- und Kulturvereins nannte er als „Vision“, über den Erhalt und Ausbau des großen Gewölbekellers unter der alten Schule müsse man nachdenken, gebot Nickel.

Nickel wies darauf hin, dass die Gemeinde mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von etwa 25 Euro „sehr gut“ da stehe. Er möchte die Gemeinde „in eine gesunde Zukunft“ führen, sagte er.

Gemeinderat Geiselwind, Freie Wähler: Auf der gemeinsamen Liste für den Gemeinderat werden laut Vorsitzendem Siegfried Hummel elf der 24 Bewerber von den Freien Wähler gestellt. Das sind neben Hummel Rudolf Schaller, Thomas Mauer, Gerhard Haubenreich, Christian Wittmann, Pauline Felber, Martin Mahr, Hilmar Kleinlein, Moritz Strohofer, Hans Kilian und Alexander Schilk. Die Liste mit der CSU und der Gruppierung G 18 wird am 7. Dezember (19.30 Uhr) aufgestellt und beschlossen.

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