Kitzingen

Erinnerung an Bombenangriff: Der schwärzeste Tag Kitzingens

Mit einer Kranzniederlegung gedachte die Kreisstadt Kitzingen der Opfer des Luftangriffs am 23. Februar 1945.
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Mit einer Kranzniederlegung gedachten viele Kitzinger am Samstag der Opfer des Luftangriffs auf die Stadt am 23. Februar 1945. Foto: Robert Haaß

Mit einem Appell zu mehr Liebe und mehr Toleranz eröffnete eine Delegation der D.-Paul-Eber-Schule am Samstagvormittag die Gedenkveranstaltung für die Opfer des Luftangriffs auf Kitzingen zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Dazu waren Bürger der Stadt am Ehrenmal auf dem neuen Friedhof zusammengekommen. Es war ein Vorfrühlingstag mit sonnigem Wetter, ähnlich wie 74 Jahre später, so sagte Oberbürgermeister Siegfried Müller.

In 70 Minuten starben 700 Bürger

Doch es dauerte am späten Vormittag nur 70 Minuten, als 2100 Sprengbomben den 23. Februar 1945 zum  "schwärzesten Tag Kitzingens" machten. 700 Tote – erschlagen, erstickt, zerschmettert, von Trümmern zerquetscht – waren das Ergebnis von fünf Bomber-Angriffswellen. "Die bekannte Umgebung war nicht mehr wieder zuerkennen", sagte Müller. 800 Wohnhäuser waren zerstört.

Auch wenn die Zahl der Zeitzeugen immer weniger wird: "Es darf keinen Schlussstrich unter die Erinnerung geben", forderte der Oberbürgermeister. Denn nur die Erinnerung erlaube es, die Gegenwart und die Zukunft zu gestalten. Das Gedenken, begleitet von über 50 Kitzingern, Delegationen der Polizei und der Soldaten und Reservistenkameradschaft sowie des evangelischen Posaunenchors, Pfarrer Gerhard Spöckl und Dekan Hanspeter Kern, soll auch heute an Vernunft, Toleranz und Menschlichkeit mahnen, gegen Hass und Gewalt.

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